Ansonsten "stehen die Zeichen auf Sturm"
Bsirske dringt auf Tarifeinigung noch vor Weihnachten

Im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes dringt die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi auf eine rasche Lösung am Verhandlungstisch. Verdi-Chef Frank Bsirske sagte am Mittwoch unmittelbar vor Sondieungsgesprächen mit den öffentlichen Arbeitgebern, noch vor Weihnachten wolle die Gewerkschaft eine Verhandlungslösung erreichen.

Reuters BERLIN. Sollten die Arbeitgeber bei ihrer Haltung bleiben und es eine solche Lösung nicht geben, stünden "die Zeichen auf Sturm", sagte Bsirske im Deutschlandradio Berlin. Gewerkschaft und Arbeitgeber von Bund, Ländern und Gemeinden wollen in einer vertraulichen Runde Möglichkeiten für eine Lösung des Konflikts finden. Die nächste reguläre Verhandlungsrunde ist für den 18. Dezember geplant.

Die Gewerkschaft fordert für die Arbeiter und Angestellten im öffentlichen Dienst mindestens drei Prozent mehr Lohn und Gehalt und orientiert sich dabei an den Abschlüssen für die meisten Branchen der Privatwirtschaft. Die Arbeitgeber haben bislang kein Angebot vorgelegt und streben wegen der angespannten Haushaltslage eine Nullrunde an. Eine solche Lösung werde Verdi nicht zulassen, sagte Bsirske. Die Gewerkschaft hat ihre Forderung bereits mit Warnstreiks unterstrichen.

Bsirske lehnte im Deutschlandradio auch so genannte Kompensationsgeschäfte ab, bei denen im Gegenzug für Lohnerhöhungen Kürzungen beim Weihnachts- oder Urlaubsgeld vereinbart werden könnten. "Ich denke, dass eine solche Politik der Variation des Themas Nullrunde nicht präsentabel ist", sagte der Gewerkschaftschef.

Im ZDF machte Bsirske deutlich, dass die Gewerkschaft ihre Tarifpolitik unabhängig vom Termin der Landtagswahlen in Hessen und Niedersachsen am 2. Februar 2003 betreibt. "Wir sind nicht der verlängerte Arm einer Partei und können Tarifpolitik nicht nach Wahlterminen ausrichten."

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