Ansprache an das irakische Volk: Saddam Hussein: „Wir werden mit Gottes Hilfe siegen“

Ansprache an das irakische Volk
Saddam Hussein: „Wir werden mit Gottes Hilfe siegen“

Der irakische Präsident Saddam Hussein hat sich kurz nach Beginn des Krieges am Donnerstagmorgen in einer Fernsehansprache an sein Volk gewandt und den Irakern den Sieg über das "amerikanisch-zionistische Bündnis" versprochen.

HB/dpa BAGDAD. "Wir werden mit Gottes Hilfe siegen", sagte Saddam, der seine Rede in Uniform vorlas. Der amerikanische Präsident George W. Bush sei ein Verbrecher, fügte er hinzu.

Der irakische Machthaber, der mit keinem Wort auf die Ziele der ersten amerikanischen Angriffe einging, trug eine große Brille und las seine Rede vor einem schäbigen Pult sitzend von einem Notizblock ab. "Der Irak wird siegen und mit ihm werden die (arabisch- islamische) Nation siegen und die Menschlichkeit", sagte er zum Ende seiner Rede, "Gott ist groß, es lebe der Irak, es lebe Palästina", rief er. Seine Landsleute rief er zur Standfestigkeit auf.

Der "Heilige Krieg" habe begonnen, sagte Saddam. Seine Rede war anfangs sowohl auf den lokalen Sendern als auch im irakischen Satellitenfernsehen übertragen worden. Doch die Ausstrahlung des Satellitensenders wurde direkt nach seinen ersten Worten gestört. Im nationalen Fernsehsender El Schabab, der vom Präsidentensohn Udai geleitet wird, konnte die irakische Bevölkerung die Rede jedoch bis zum Schluss verfolgen. Angekündigt worden war die Ansprache Saddams von Informationsminister Mohammed Sajjid el Sahhaf. "Heute ist der Tag des großen Heiligen Krieges gekommen", sagte der Minister. Nun gehe es um die Verteidigung der Unabhängigkeit.

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