Anspruch auf Schadenersatz
Anleger müssen umfassend aufgeklärt werden

Anlageberater und Vermittler von Warentermin- oder Optionsgeschäften müssen optionsunerfahrene Kunden umfassend über die Chancen und Risiken des Geschäftes aufklären.

ddp/vwd MÜNCHEN. Andernfalls hat der Kunde Anspruch auf Schadenersatz. Das wurde durch ein Urteil des Bundesfinanzhofes in München bestätigt.

Demnach muss die Aufklärung schriftlich und in auffälliger Form erfolgen. Unter anderem muss darin der Hinweis enthalten sein, dass die Börsenoptionsprämie das Chancen-Risiko-Verhältnis aus dem Gleichgewicht bringt. Die Aufschläge führen dazu, dass die verbliebene Chance, insgesamt einen Gewinn zu erzielen, mit jedem Optionsgeschäft abnimmt. Im Falle einer Schadenersatzforderung auf Grund unzureichender Aufklärung beginnt die Verjährungsfrist zudem erst dann, wenn der Gläubiger die Umstände kennt, aus denen sich die Rechtspflicht zur Aufklärung ergibt.

Aktenzeichen: XI ZR 150/01

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