Anspruch auf Weiterbeschäftigung verwirkt
Rechtzeitig gegen Kündigung vorgehen

Betriebsbedingt gekündigte Arbeitnehmer müssen einen möglichen Weiterbeschäftigungsanspruch grundsätzlich noch innerhalb der Kündigungsfrist geltend machen.

HB/dpa FRANKFURT. Das hat das Arbeitsgericht Frankfurt in einem am Dienstag bekannt gewordenen Urteil festgesellt. In einem Eilverfahren entbanden die Richter ein Tochterunternehmen der Deutschen Bahn von der Pflicht, einen betriebsbedingt gekündigten Arbeiter bis zum Ende des Kündigungsschutzverfahrens weiter zu beschäftigen (Az.: 5 Ga 133/02).

Der Arbeiter, dessen Kündigungsfrist Ende Juni abgelaufen war, hatte den Anspruch auf Weiterbeschäftigung erst Mitte Juli gestellt und sich dabei auf den Widerspruch des Betriebsrates gegen seine Kündigung berufen. Laut Urteil haben gekündigte Arbeitnehmer bei einem Widerspruch des Betriebsrates zwar grundsätzlich Anspruch auf Weiterbeschäftigung bis zum Abschluss des Rechtsstreits. Dieser Anspruch müsse jedoch stets innerhalb der noch laufenden Kündigungsfrist oder spätestens einen Tag nach deren Ablauf geltend gemacht werden.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%