Anspruch zeitig stellen
Berichtigung eines Arbeitszeugnisses

Der Anspruch auf die Berichtigung eines Arbeits-Zeugnisses darf nicht zu spät angemeldet werden. Dies entschied das Landesarbeitsgericht (LAG) Rheinland-Pfalz in Mainz in einem am Montag veröffentlichten Urteil.

dpa/HB MAINZ. Arbeitszeugnisse erfüllten nur dann ihre Funktion, wenn sie zeitnah nach dem Ausscheiden des Mitarbeiters erstellt würden. Deshalb müsse auch eine Berichtigung unverzüglich geltend gemacht werden. Die Richter legten dafür als Zeitraum maximal fünf bis zehn Monate fest (Az.: 1 Sa 1433/01).

Das Gericht wies mit seinem Urteil die Klage eines Arbeitnehmers auf eine Zeugnisberichtigung ab. Der Kläger wollte unter anderem erreichen, dass ihm bescheinigt werde, er habe "jederzeit zu unserer vollsten Zufriedenheit" gearbeitet. Der Arbeitgeber hatte nur "zu unserer vollen Zufriedenheit" geschrieben.

Der Kläger machte seinen vermeintlichen Anspruch allerdings erst mehr als vier Jahre nach der Erteilung des Arbeitszeugnisses erstmals geltend. Darum prüften die Richter nicht mehr, ob das Anliegen des Klägers in der Sache begründet war. Der Arbeitgeber habe nach so langer Zeit in jedem Fall davon ausgehen können, dass der Kläger das Zeugnis akzeptiert habe.

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