Anstehende Schlichtungsrunde
Lufthansa-Finanzchef erwartet Einigung im Tarifstreit

Lufthansa-Finanzvorstand Karl-Ludwig Kley hat sich am Dienstag optimistisch zur anstehenden Schlichtungsrunde im Tarifstreit der Fluggesellschaft mit ihrem Boden- und Kabinenpersonal gezeigt.

Reuters FRANKFURT. "Es ist schwierig, das Ergebnis vorherzusagen, aber die Indikationen sind nicht negativ", sagte Kley auf einer Investorenveranstaltung der Deutschen Bank in Frankfurt. Im März könne es jedoch eine Einigung geben.

Die Gewerkschaft Verdi hatte die Tarifverhandlungen Ende Januar für gescheitert erklärt und gemeinsam mit der Lufthansa angekündigt, über ein Schlichtungsverfahren eine Einigung erzielen zu wollen. Für die rund 52 000 davon betroffenen Mitarbeiter fordert die Gewerkschaft Einkommensverbesserungen von neun Prozent. Das Angebot der Lufthansa umfasste nach Angaben des Unternehmens zuletzt im Kern Gehaltserhöhungen von 2,9 Prozent ab Anfang 2003 und weitere 1,8 Prozent ab Dezember 2003, zusammen 4,7 Prozent bis Ende 2004. Hinzu solle eine Ergebnisbeteiligung von 1,6 Prozent des Jahresgehalts kommen. Auch sind Einmalzahlungen von 230 Euro für die letzten beiden Monate des Jahres 2002 vorgesehen.

Die Schlichtung soll nach früheren Gewerkschaftsangaben an einem geheimen Ort stattfinden. Anfang Februar hatten sich Lufthansa und Verdi dabei auf den früheren Hamburger Bürgermeister Klaus von Dohnanyi als Schlichter verständigt. Sein Schlichterspruch wird nach Verdi-Angaben allerdings nicht verpflichtend sein, sondern erfordert zur Annahme die Zustimmung beider Seiten. Während der Schlichtung will Verdi auf Warnstreiks verzichten.

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