Anstieg des Bruttoinlandsproduktes möglich
Müller rechnet mit Wachstum über 1,0 Prozent

Bundeswirtschaftsminister Werner Müller (parteilos) geht für 2002 ungeachtet der derzeit schwachen Konjunkturdaten von einem Wirtschaftswachstum oberhalb der offiziellen Prognose der Bundesregierung aus.

ddp BERLIN. "Meine Einschätzung, dass wir in diesem Jahr ein Wachstum von einem Prozent oder etwas darüber haben, ist im Wesentlichen exportbegründet", sagte Müller am Mittwoch in Berlin. Für das laufende Jahr könne trotz der Mai-Zahlen unverändert mit einem Exportwachstum von sechs Prozent gerechnet werden.

Trotz der gestiegenen Arbeitslosenzahl im Juni, der gesunkenen Produktion im Produzierenden Gewerbe im Mai sowie der rückläufigen Exporte im Mai sei ein Anstieg des Bruttoinlandsproduktes möglich, der die Prognose der Bundesregierung von 0,75 Prozent für 2002 übertreffe, sagte Müller. Zur Begründung erklärte der Minister, für die offizielle Prognose sei lediglich ein Exportwachstum von drei Prozent zu Grunde gelegt worden. Seine im Vergleich zur Regierungsprognose optimistischere persönliche Einschätzung liege darin begründet, dass er ein "Stück Hoffnung in Richtung privater Konsum" habe.

Die real verfügbaren Einkommen liegen nach den Worten Müllers momentan "um fast sieben Prozent" über denen zum Jahresende 1998. "Nach vielen Jahren der negativen Entwicklung der durchschnittlichen Realeinkommen haben wir jetzt wirklich echten Kaufkraftzuwachs", sagte Müller. Er sei davon überzeugt, dass sich die Kaufzurückhaltung im Verlauf des Jahres auflösen und es sogar "hier und da zum Nachholkonsum" kommen werde. Müller räumte jedoch ein, dass diese Betrachtung schon von "einem Stück Hoffnung" getragen sei und die aktuellen Konjunkturdaten "ein bisschen auf die Stimmung" drückten.

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