Anstieg in USA und Japan
OECD: EU-Arbeitslosenquote fällt weiter

Trotz schwächeren Wirtschaftswachstums rechnet die OECD in ihren 30 Mitgliedsstaaten auch für 2001 und 2002 mit einer Arbeitslosenquote auf dem historischen Tiefstand des Vorjahres von 6,3 Prozent.

dpa PARIS. Wie die Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in ihrem jüngsten Arbeitsmarktbericht schreibt, werden die Arbeitslosenzahlen aber 2001 auf rund 32 Millionen und 2002 auf 32,2 Millionen Menschen nach 31,5 Millionen 2000 zunehmen. Wegen steigender Beschäftigung wirkt sich dies rechnerisch aber nicht in einer Erhöhung der Arbeitslosenquote aus.

Unterdessen hat sich die Arbeitslosenquote in der Eurozone und in der gesamten EU von April auf Mai nicht verändert. Nach Angaben der Statistikbehörde Eurostat in Luxemburg verharrte sie in den zwölf Ländern der Währungsunion bei 8,3 Prozent, für alle 15 EU-Mitglieder wurde eine unveränderte Quote von 7,6 Prozent ermittelt. Im Mai 2000 lag die Arbeitslosenquote im Euroland bei durchschnittlich 8,9 Prozent, in der gesamten EU bei 8,3 Prozent.

Ein Einbruch auf dem Arbeitsmarkt der OECD-Staaten wird in erster Linie von der EU verhindert. Dort werde die Arbeitslosenquote 2001 voraussichtlich auf 7,7 Prozent und 2002 weiter auf 7,3 Prozent sinken nach 8,2 Prozent im vorigen Jahr. Das entspricht 2001 einem Rückgang von 14,3 auf 13,5 Millionen Arbeitslose, ist dem am Dienstag in Paris veröffentlichten OECD-Bericht zu entnehmen. In Deutschland dürfte die Arbeitslosenquote 2001 auf 7,3 Prozent und 2002 auf 6,8 Prozent sinken nach 7,8 Prozent im vergangenen Jahr. Allerdings berechnet die OECD die Quote anders als die Bundesanstalt für Arbeit.

Im vergangenen Jahr war die Arbeitslosenquote in den 30 Staaten der OECD, in der die großen Industrieländer dominieren, auf den niedrigsten Stand seit 1990 gerutscht. Auf Grund der weltweiten konjunkturellen Talfahrt ausgehend von den USA rechnet die OECD aber 2001 nicht mit einer Fortsetzung dieses Trends.

Das Wirtschaftswachstum in den OECD-Staaten dürfte 2001 von 4,1 Prozent im Vorjahr auf 2,0 Prozent sinken und sich damit mehr als halbieren. Erst 2002 sei wieder mit einem Anstieg des realen Bruttoinlandsprodukts auf 2,8 Prozent zu rechnen. Ausschlaggebend sei 2001 der Abschwung in den USA auf 1,7 Prozent nach 5,0 Prozent im Vorjahr, bevor es dort 2002 mit 3,1 Prozent wieder aufwärts gehen dürfte. Für die EU wird in diesem Jahr eine Abschwächung des Wirtschaftswachstums auf 2,6 (Vorjahr: 3,3) Prozent gesehen, im nächsten Jahr dann wieder eine leichte Zunahme auf 2,7 Prozent.

Für die USA rechnet die OECD im laufenden Jahr mit einem deutlichen Anstieg der Arbeitslosenquote auf 4,6 Prozent und im nächsten auf 5,0 Prozent, nach 4,0 Prozent im vergangenen Jahr. Die Arbeitslosenzahl dürfte sich damit in den Vereinigten Staaten 2001 von 5,7 auf 6,3 Millionen erhöhen. Auch für Japan sei im laufenden Jahr von einer wenn auch gemäßigteren Zunahme der Arbeitslosenquote auf 4,9 (4,7) Prozent auszugehen.

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