Anstieg niedriger als im Tarifvertrag
Opel-Arbeitnehmer üben Lohnverzicht

Opel hat sich mit seinem Gesamtbetriebsrat auf ein Sparpaket geeinigt, wobei das Rüsselsheimer Unternehmen bis Ende 2005 auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten will.

Reuters RÜSSELSHEIM. Mit der bis dahin geltenden Vereinbarung will die Adam Opel AG in den kommenden dreieinhalb Jahren weitere Einsparungen im oberen zweistelligen Millionenbereich erzielen.

Die Einigung sieht für die Beschäftigten Lohnerhöhungen von 3,1 Prozent rückwirkend ab dem 1. Juni 2002 vor. Zum 1. Juni 2003 sollen die Gehälter dann noch einmal um weitere 2,6 Prozent angehoben werden. Zudem sollen die Beschäftigten für Mai 2002 eine Einmalzahlung von 120 Euro erhalten. 2004 sei eine Sonderzahlung von rund sieben Prozent, 2005 von acht Prozent des Monatsgehalts vorgesehen.

Der Tarifabschluss der Metallindustrie sieht vier Prozent mehr Einkommen ab Juni 2002 und eine Steigerung von 3,1 Prozent ab Juni 2003 sowie eine Einmalzahlung im Mai in Höhe von 120 Euro vor.

Ein Opel-Sprecher sagte zu der Abweichung, Opel und die Automobilbranche insgesamt zahlten bereits jetzt schon übertariflich bei den Löhnen und Gehältern. "Dennoch haben wir einen Teil des Metall-Tarifabschlusses an die Arbeitnehmer weitergegeben", sagte der Sprecher. Mit dem Verhandlungsergebnis hätten beide Parteien einen Kompromiss in der Mitte gefunden.

Die bisherigen Planungen zum Stellenabbau werden aber fortgesetzt. Danach soll Opel in diesem Jahr etwa 2500 Arbeitsplätze abbauen.

Beim Weihnachtsgeld für die Jahre 2002 und 2003 müssen die Opel-Beschäftigten nach der Vereinbarung nun auf 30 Prozent verzichten. In den Jahren davor hatte Opel nach eigenen Angaben jeweils ein volles 13. Monatsgehalt gezahlt. Das Weihnachtsgeld für die Jahre 2004 und 2005 sei dann auf jeweils 130 Prozent eines Monatseinkommens festgelegt worden.

Auch zu den Jubiläumszahlungen wurde eine Vereinbarung getroffen. Danach erhalten Beschäftigte nach 25-jähriger Betriebszugehörigkeit ein Monats-Bruttoeinkommen, nach 40 Jahren würden eineinviertel und nach 50 Jahren eineinhalb Monatseinkommen gezahlt. Steuern und Sozialabgaben auf diese Jubiläumszahlungen sollen ab 2003 von den betreffenden Beschäftigten selbst getragen werden.

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