Anstieg um 1,6 Prozent: Deutschland exportierte 2002 mehr Waren

Anstieg um 1,6 Prozent
Deutschland exportierte 2002 mehr Waren

Die deutsche Wirtschaft hat im vergangenen Jahr Waren im Wert von 648,4 Mrd. ? und damit 1,6 Prozent mehr als 2001 exportiert. Experten sehen den Export weiter als Stütze für die deutsche Volkswirtschaft, erwarten in den kommenden Monaten aber kein anhaltend dynamisches Wachstum bei den Ausfuhren.

Reuters BERLIN. Die Importe hätten mit 522,3 Mrd. ? um 3,8 % unter dem Niveau von 2001 gelegen, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag mit. Damit lag der Überschuss der Handelsbilanz 2002 insgesamt bei 126,1 Mrd. ? und der Überschuss der Leistungsbilanz bei 52,5 Mrd. ?. "Der Rückgang der Importe ist ein Zeichen für die schwache Binnenwirtschaft", sagte Bernd Weidensteiner von der DZ Bank. Während die Einfuhren unter der Binnenkonjunktur litten, seien die deutschen Exporteure international weiter wettbewerbsfähig.

"Der Export wird in den nächsten Monaten nicht mehr so dynamisch wachsen", schränkte der Volkswirt aber ein. Außerhalb der Euro-Zone kämen die deutschen Exporte zunehmend unter Druck, auch wegen des starken Euros. "Wenn die Weltwirtschaft nicht in Schwung kommt, gibt es keine Absatzsteigerung für die deutschen Ausfuhren."

Rückgang der Exporte von November auf Dezember

Im Dezember führte Deutschland den Statistikern zufolge mit 50,9 Mrd. ? 5,6 % mehr Waren aus als im Vorjahresmonat. Zum Vormonat seien die Exporte allerdings saisonbereinigt um 2,1 % gesunken, teilte das Bundesamt weiter mit. Die Importe seien mit 42,7 Mrd. ? zum Vorjahr um 7,0 % gestiegen, zum Vormonat saisonbereinigt aber um 1,3 % zurückgegangen.

Experten sehen den schwachen Binnenmarkt weiterhin als Achillesferse der deutschen Wirtschaft. "Der Außenhandel wird uns nicht auf Dauer retten können, es muss sich was im Inland tun", sagte Weidensteiner. Bereits im vergangenen Jahr war das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland nur um 0,2 % gewachsen und wäre ohne den starken Außenbeitrag sogar geschrumpft. Für das letzte Quartal 2002 rechnet der Volkswirt mit einem minimalen Wachstum nahe der Stagnation. "Auch im ersten Halbjahr 2003 dürfte es nicht stärker werden."

Der Handelsbilanzüberschuss betrug den Statistikern zufolge im Dezember 8,2 Mrd. ?, der Leistungsbilanzüberschuss 6,2 Mrd. ?.

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