Anteil um 0,3 Prozent reduziert
Ingrid Ehlerding verkaufte WCM-Paket

Die Ehefrau des WCM-Großaktionärs Karl Ehlerding hat nach Angaben des Unternehmens im Juli rund 878 000 Aktien der Beteiligungs- und Grundbesitzgesellschaft für insgesamt rund 3,37 Millionen Euro verkauft.

Reuters FRANKFURT. Am 5. Juli habe Ingrid Ehlerding 400 000 WCM-Aktien zum Preis von 4,80 Euro pro Stück verkauft, teilte WCM am Montag mit. Am 11. Juli seien 100 000 WCM-Papiere zu 4,30 Euro verkauft worden und am 18. Juli 377 779 Stücke zu 2,70 Euro pro Aktie. Der Anteil Ingrid Ehlerdings an dem Unternehmen habe sich damit um rund 0,3 Prozent von zuvor 19,41 Prozent reduziert, sagte eine WCM-Sprecherin auf Anfrage. Die Gesamtzahl der WCM-Aktien gab die Sprecherin mit rund 289 Millionen an. Die Familie Ehlerding hält insgesamt rund 46 Prozent der Anteile an dem im MDax gelisteten Unternehmen.

Ehlerding will Anteil an WCM deutlich reduzieren

Der finanziell angeschlagene Karl Ehlerding hatte angekündigt, seinen Anteil an WCM reduzieren zu wollen, um seine privaten Schulden in Höhe von knapp 500 Millionen Euro abbauen zu können. Sofern der Preis stimme, sei er bereit, ein WCM-Paket von bis zu 25 Prozent abzugeben, hatte Ehlerding kürzlich in einem Interview gesagt. Er sei zuversichtlich, mit seinen Gläubigerbanken eine Einigung zu erzielen und dann ohne Eile einen strategischen Investor für WCM suchen zu können. Es gebe eine Reihe von Interessenten, aber keine Verhandlungen. Zu den wichtigsten Gläubigerbanken Ehlerdings zählen die Bankgesellschaft Berlin, die DZ Bank und die WGZ Bank, die HypoVereinsbanktochter Vereins und Westbank, - die Deutsche Bank und die BW-Bank.

Die Aktien von WCM notierten am Montag in einem schwächeren Markt mit 2,21 Prozent im Minus bei 3,10 Euro. Seit Jahresbeginn hat der WCM-Aktienkurs rund drei Viertel seines Wertes eingebüßt. Vergangene Woche hatte WCM berichtet, im zweiten Quartal einen Konzernfehlbetrag von 18,8 Millionen nach einem Überschuss von 29,759 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum verbucht zu haben. Bereits im August hatte das Unternehmen mitgeteilt, dass das für 2002 angestrebte Ergebnisziel im operativen Geschäft von 150 Millionen Euro voraussichtlich nicht erreicht werde. WCM-Vorstandschef Roland Flach hatte auch einen Verlust für das Gesamtjahr nicht ausgeschlossen.

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