Anteilseigner wollen nicht mehr auf den Börsengang warten
Kommunen wollen EnBW-Anteile los werden

Ein Reihe von Kommunen will offenbar ihre Anteile an der Energie Baden-Württemberg (EnBW) an ein Bankenkonsortium verkaufen.

WiWo/AP STUTTGART. Federführend sei dabei die Deutsche Bank, wie die "Stuttgarter Nachrichten" berichteten. Die Anteile sollen bis zum Börsengang der EnBW bei den Banken bleiben. Dieser war im Frühjahr auf unbestimmte Zeit verschoben worden.

Ein EnBW-Unternehmenssprecher wollte keine Stellungnahme abgeben. Der Sprecher betonte aber, ein neuer Termin für den Börsengang stehe noch nicht fest. Angesichts dieser Verzögerung wollen die kommunalen Aktionäre dem Zeitungsbericht zufolge nicht länger abwarten. Sie versuchten, ihre Beteiligung mit dem Verkauf an die Banken sofort zu Geld zu machen. Dies bestägtigten unternehmensnahe Kreise.

Allerdings habe die EnBW beim Verkauf ihrer Papiere ein Wort mitzureden. Dabei handele es sich um vinkulierte Namensaktien, die nur mit Einwilligung der Gesellschaft gehandelt werden dürfen.

Obwohl zahlreiche Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg ihre Anteile bereits an den Großaktionär Electricite de France (EdF)abgegeben haben, verfügen die Kommunen immer noch rund über 17 Prozent des EnBW-Kapitals, das in verschiedenen Verbänden gepoolt ist.

Je 34,5 Prozent des EnBW-Kapitals gehören der EdF beziehungsweise dem Zweckverband Oberschwäbische Elektrizitätswerke (OEW). Die EdF übt über einen Konsortialvertrag aber die Stimmrechte beider Großaktionäre aus.

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