Anti-Piraterie-Kampagnen gefordert
Raubkopien machen Musikindustrie weiter zu schaffen

Mehr als eine Milliarde weltweit verkaufter CD-Raubkopien haben der Musikbranche im vergangenen Jahr erneut das Geschäft verdorben.

Reuters LONDON. Wie der weltweite Branchenverband IFPI am Donnerstag mitteilte, stieg die Zahl der illegal kopierten Musik-CDs 2002 um 14 % auf 1,1 Mrd. Stück. Damit hat sich die Zahl in den letzten drei Jahren mehr als verdoppelt. Noch nicht berücksichtigt ist dabei das illegale Herunterladen von Musik aus dem Internet. Die Musikindustrie mit prominenten Vertretern wie Universal Music, Warner Music, Sony, EMI und BMG macht Raubkopien und illegale Downloads verantwortlich für den seit drei Jahren schrumpfenden Musikmarkt.

Im vergangenen Jahr sank der weltweite Musikträgermarkt nach IFPI-Angaben um sieben Prozent auf 32 Mrd. Dollar. Im laufenden Jahr erwartet der Verband bei CDs einen erneuten Umsatzrückgang zwischen fünf und acht Prozent.

Mit Anti-Piraterie-Kampagnen und der Forderung nach schärferen Gesetzen machen die Unternehmen seit längerem gegen die illegalen Geschäfte mobil. "Unsere Industrie investiert hohe Summen in den Kampf gegen Piraterie, aber unsere Selbsthilfestrategien hängen von der Unterstützung durch die Regierungen ab", sagte IFPI-Chairman Jay Berman. Mit der Hilfe der Industrie seien im vergangenen Jahr 71 illegale CD-Presswerke geschlossen worden.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%