Anti-Viren-Firmen kritisieren ungewöhnlichen Hacker-Wettbewerb
US-Startup bietet 10 000 Dollar für Virus-Attacke

Ein Startup-Unternehmen aus Leesburg (US-Bundesstaat Virginia) sorgt mit einem außergewöhnlichen Wettbewerb für Aufregung bei Anti-Viren-Firmen.

ddp LEESBURG/VIRGINIA. Wie der Informationsdienst CNet am Dienstag berichtet, hat die Firma Gate-Keeper insgesamt 10 000 Dollar für denjenigen ausgelobt, der es schafft, die E-Mail-Sicherungssysteme des Unternehmens zu durchbrechen und im firmeneigenen Netzwerk einen Virus zu platzieren.

Ähnliche Wettbewerbe hat es bisher bereits vielfach für Hacker gegeben, die versuchen mussten, auf einen gesicherten Server zuzugreifen. Vertreter renommierter Anti-Viren-Firmen wie etwa Network Associates oder Trendmicro bemängeln dem CNet-Bericht zufolge jedoch, dass der Gate-Keeper-Aufruf eine völlig andere Dimension habe. Während beim Hacker-Wettstreit mit Knacken des gesicherten Rechners die Herausforderung beendet sei, existiere nach Ansicht der Kritiker ein einmal geschriebener Virus weiter. Es sei nicht auszuschließen, dass sich ein solches bösartiges Programm anschließend aus dem Netzwerk von Gate-Keeper heraus auf die Rechner Unbeteiligter in aller Welt verbreite.

Dem Bericht zufolge nennt etwa Susan Orbuch, Sprecherin von Trendmicro, den Aufruf von Gate-Keeper "unethisch". Er ermuntere dazu, Viren zu schreiben. Orbuch forderte Gate-Keeper auf, den Wettbewerb sofort zu beenden.

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