Antidepressivums Ariza kommt 2002 nicht mehr auf den US-Markt
Akzo Nobel: Im Plus dank der Pharma-Sparte

Die Akzo Nobel NV hat das Nettoergebnis im ersten Quartal 2002 um neun Prozent zum Vorjahr auf 234 Millionen Euro gesteigert.

 

vwd/Reuters ARNHEIM. Branchenexperten hatten im Schnitt einen Reingewinn von 220 Millionen Euro prognostiziert. "Per saldo erzielten alle drei Gruppen bei den fortgeführten Geschäften eine Leistungsverbesserung", sagte Finanzvorstand Friedrich Fröhlich "Unsere Pharma-Gruppe setzte ihr Wachstum weiter fort, während sich der Abwärtstrend bei Coatings und Chemicals abschwächt. Wir profitieren deutlich von unserem ausgewogenen Portfolio."

Der Umsatz der fortgeführten Aktivitäten von Pharma stieg um 13 Prozent auf eine Milliarde Euro. "Organon, das auf dem Gebiet der Humangesundheit tätige Unternehmen, erzielte erneut ein starkes Wachstum", führte Fröhlich weiter aus. In den USA konnte der Umsatz um 17 Prozent gesteigert werden. Zwischenzeitlich erwirtschafte Organon mehr als ein Drittel seines Weltumsatzes in den USA.

Zu der verzögerten Einführung des Antidepressivums Ariza erklärte Fröhlich: "Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat einige Punkte angesprochen, die einer Klärung bedürfen. Organon wird die zusätzlichen Informationen im kommenden Monat zur Verfügung stellen. Voraussichtlich wird das Produkt in diesem Jahr nicht mehr auf den Markt kommen."

Die Ergebnisse im Bereich Coatings sind laut Akzo Nobel leicht gestiegen. Die Umsetzung der angekündigten Kostensparprogramme verlaufe zudem planmäßig. Nach Aussage des Finanzvorstandes werde das Unternehmen im späteren Jahresverlauf "erste Früchte dieser Programme ernten".

Im ersten Quartal hätten Umsatz und Margen eine leichte Steigerung verzeichnet. Auch das Betriebsergebnis der fortgeführten Aktivitäten habe trotz höherer Pensionsaufwendungen eine leichte Zunahme ausgewiesen.

Im Bereich Chemicals habe sich der Abwärtstrend abgeschwächt. Die Umsetzung der Kostensenkungsprogramme bei Chemicals schritten zügig voran und trugen der Mitteilung zufolge dazu bei, dass die Ergebnisse leicht über den Vorjahreswerten lagen.

"Vor allem Catalysts und Functional Chemicals verzeichneten eine starke Verbesserung. Andere Geschäftsbereiche litten unter der Konjunkturschwäche in den USA und der Malaise in der PVC-Industrie", erläuterte Fröhlich.

Fröhlich fügte hinzu, dass sich die finanziellen Lasten von Akzo Nobel stark vermindert hätten. "Wir haben unsere Finanzposition gestärkt und profitieren von den niedrigeren Zinssätzen für kurzfristige Fremdmittel und der geringeren Nettoverschuldung."

Im ersten Quartal sei die Zahl der Arbeitsplätze bei diesen Gruppen um rund 400 zurückgegangen. Insgesamt habe sich die Beschäftigtenzahl des Konzerns jedoch um 300 erhöht, was hauptsächlich auf die starke Geschäftsausweitung bei Pharma zurückzuführen sei.

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