Antikörper-Technologien
Morphosys schließt Lizenzvereinbarung mit US-Firma Xoma

Das Biotechnologieunternehmen Morphosys hat mit der US Xoma Ltd-Firma eine gegenseitige Lizenzvereinbarung für ihre Antikörper-Technologien geschlossen.

Reuters FRANKFURT. Dabei erhalte Morphosys für sich und seine Partner eine Lizenz für die Nutzung der Xoma-Antikörper-Expressionstechnologie, teilte das Unternehmen am Montag mit. Morphosys erhalte zudem von Xoma eine Lizenz für die Produktion von Antikörpern. Das US-Unternehmen bekomme im Gegenzug unter anderem eine Lizenzzahlung und eine Lizenz zur Nutzung der Antikörperbibliothek Hucal Gold von Morphosys. Die im Nemax 50 des Neuen Marktes notierte Mophosys-Aktie legte in der ersten Handelsstunde zu.

Dabei sei mehr Geld von Morphosys in Richtung Xoma als umgekehrt geflossen, sagte eine Morphosys-Sprecherin. Weitere finanzielle Einzelheiten der Zusammenarbeit nannte sie nicht. "Diese Lizenzvereinbarung ist aber auch ein weiterer Schritt für uns vom Technologie- zum Produktanbieter", erklärte Daniel L. Menichella, Präsident der Morphosys USA Inc. Eine ähnliche Vereinbarung hatte das Martinsrieder Unternehmen im zweiten Halbjahr 2001 bereits mit dem österreichischen Unternehmen Oridis Biomed GmbH aus Graz geschlossen.

Für die Zukunft seien weitere Geschäfte geplant, bei denen Morphosys seine Hucal-Gold-Antikörperbibliothek für den Erwerb von Zielmolekülen einsetze, sagte die Morphosys-Sprecherin weiter. Die Lizenzvereinbarungen mit Xoma erstreckten sich auch auf alle vergangenen Projekte, bei denen Morphosys und seine Partnerunternehmen die Expressions-Technologie von Xoma eingesetzt hätten. Überdies sei es Morphosys erlaubt, in allen künftigen Kooperationen die Xoma-Technologie zusammen mit der eigenen einzusetzen.

Xoma erhalte im Gegenzug das Recht, in den nächsten fünf Jahren die Morphosys-Antikörperbibliothek Hucal Gold für die eigene Zielmolekül-Identifizierung und für seine Forschungsprogramme einzusetzen. Vorgesehen sei zudem eine Option für die Entwicklung von Antikörpern. Sollten dabei von Xoma mit der Morphosys-Technologie Antikörper identifiziert und weiterentwickelt werden, sehe der Vertrag Lizenzzahlungen, sowie Meilenstein- und Tantiemenzahlungen vor, hieß es weiter.

Morphosys beschäftigt sich mit der Entwicklung von Technologien zur Herstellung synthetischer Antikörper, die die Entdeckung krankheitsbezogener Zielmoleküle für neue Medikamente voranbringen soll. Antikörper sind Eiweißmoleküle, die bestimmte Strukturen von Zellen oder Viren erkennen, daran andocken und dadurch Krankheitserreger bekämpfen können. Unter den gentechnisch entwickelten Medikamenten wird ihnen eine wachsende Bedeutung zugeschrieben.

Die Morphoys-Aktie legte in einem festeren Gesamtmarkt 1,74 % auf 47,31 Euro zu. Der Nemax50 lag gleichzeitig mit 1,18 % im Plus bei 970,74 Punkten. Der Nemax-Biotech-Index gewann 0,8 % auf 72,11 Punkte.

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