Antipersonen-Minen in der Golfregion gelagert
USA planen angeblich Einsatz von Minen

Die USA bereiten sich angeblich darauf vor, im Fall einer Militäraktion gegen Irak auch Antipersonen-Minen einzusetzen. Das berichtete die Zeitung "USA Today" am Mittwoch unter Berufung auf Pentagon-Unterlagen. Ein US-Senator sagte, dies wäre ein "schrecklicher Fehler".

HB/dpa WASHINGTON. Danach hat das US- Verteidigungsministerium im Rahmen seiner Kriegsvorbereitungen auf amerikanischen Stützpunkten in der Golfregion auch Minen gelagert. Dem Blatt zufolge würde ein Einsatz dieser Waffen im Widerspruch zur offiziellen US-Politik stehen, nach der das Militär ab 2003 mit Ausnahme in der Pufferzone zwischen Nord-und Südkorea keine Minen mehr verwenden soll.

Erst kürzlich war zudem die Untersuchungsbehörde des US-Kongresses (GAO) zu dem Schluss gekommen, dass der Einsatz solcher Minen im Golfkrieg 1991 die US-Streitkräfte selbst behinderte, aber die irakische Armee nicht beeinträchtigte.

Nach Statistiken der Vereinten Nationen kommen weltweit jedes Jahr 15 000 bis 20 000 Menschen durch Antipersonen-Minen ums Leben oder werden verstümmelt. 80 Prozent dieser Opfer sind Zivilisten und ein Drittel Kinder. Vor diesem Hintergrund zitierte die "USA Today" am Mittwoch auch den demokratischen Senator Patrick Leahy mit den Worten, es wäre ein "schrecklicher Fehler", Landminen im Irak einzusetzen.

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