Antrag auch für Beteiligungs-GmbH
Kirch-Imperium endgültig zusammengebrochen

Zwei Monate nach der ersten Pleite ist das Imperium des Medienmoguls Leo Kirch endgültig zusammengebrochen: Am Mittwoch beantragten die Dachgesellschaft der Kirch-Gruppe, die TaurusHolding, und die Konzerntochter Kirch-Beteiligung Insolvenz.

wiwo/ap MüNCHEN. Bereits am Vortag hatte sich nach Angaben des Amtsgerichts München Kirchs Formel Eins Beteiligungs GmbH für zahlungsunfähig erklärt. Die KirchMedia und KirchPayTV hatten bereits im April und Mai Insolvenz beantragt. Die Dachgesellschaft TaurusHolding war die Schaltzentrale des Kirch-Konzerns und bestimmte einst die Strategie des Unternehmens. Ihr Schicksal galt als besiegelt, als Rupert Murdochs Fernsehsender BSkyB im Mai eine Forderung von 1,7 Milliarden Euro geltend machte.

Murdoch hatte die Option, seinen 22-Prozent-Anteil an der Kirch-PayTV bei Erfolglosigkeit des Abosenders Premiere im Oktober zurückzugeben und dafür seinen Kaufpreis samt Zinsen zurück zu fordern. Die Forderung, die BSkyB wegen der Zahlungsunfähigkeit von Kirch-PayTV vorzeitig einlöste, richtete sich gegen die Taurus-Holding.

Die Management-Holding bildete den Überbau für die drei großen Tochterfirmen KirchMedia, Kirch-PayTV und Kirch-Beteiligung. Taurus hält 73 Prozent am insolventen Kerngeschäft, 70 Prozent am zahlungsunfähigen PayTV und 100 Prozent der ebenfalls insolventen Kirch-Beteiligung. In der Kirch-Beteiligung sind die Anteile am Springer-Verlag und die Mehrheit an der Formel 1 gebündelt. Samt Untergliederungen lief früheren Angaben zufolge in der Holding ein Geflecht aus rund 65 Unternehmen und Beteiligungen zusammen.

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