Anwälte verhandeln über richterliche Verfügung
Napster kommt mit Sperrung geschützter Musik nicht nach

afp SAN FRANCISCO. Die Musiktauschbörse Napster kommt mit der Sperrung urheberrechtlich geschützter Stücke auf ihrer Website nicht nach. Bis zum Ablauf der richterlich verfügten Frist am Mittwoch seien beträchtlich weniger Songs herausgefiltert worden als verlangt, räumte eine Sprecherin am Freitag in San Francisco ein. Dies liege unter anderem daran, dass der Sony-Konzern nur geschützte Titel angegeben habe, nicht aber deren Dateinamen. Anwälte beider Seiten wollten am Freitag über Konferenzschaltungen darüber verhandeln, wie die einstweilige Verfügung gegen Napster umgesetzt werden kann.

Eine Bundesrichterin in San Francisco hatte Napster aufgetragen, bis Mittwoch Mitternacht den Austausch von 135 000 geschützten Songs zu verhindern. Laut der Sprecherin wurden bis Ablauf der Frist rund 10,6 Mill. Musikdateien gesperrt; dies entspricht etwa 59 600 Titeln. Über die Website können Musikstücke mit einer speziellen Software aufgespürt und gratis heruntergeladen werden. Künstler und Plattenlabels sehen dadurch ihre Rechte verletzt. Der deutsche Bertelsmann-Konzern plant, Napster ab Juli in ein kostenpflichtiges Angebot umzubauen.

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