Anwältin aus Lille zieht gegen EU-Regelung vor Gericht
Air France wegen Überbuchung zu Entschädigungszahlung verurteilt

Die Fluggesellschaft Air France ist wegen Überbuchung eines Inlandsflugs zu einer Entschädigungszahlung von 2 000 Franc (rund 600 DM/305 Euro) verurteilt worden. Das Berufungsgericht im nordfranzösischen Douai entschied am Dienstag, neben der Entschädigung an die klagende Anwältin aus Lille müsse die Airline 5 000 Franc Gerichtskosten begleichen.

afp LILLE. Unter Berufung auf eine entsprechende Direktive der Europäischen Union hatte Air France in den vergangenen Jahren verstärkt Flüge überbucht - also mehr Tickets verkauft, als Passagiere mitgenommen werden können. Die Klägerin war im Sommer 1997 bei einem Flug von Korsika nach Lille zurückgelassen worden, obwohl sie drei Monate im Voraus gebucht hatte, mit ihrer sechsjährigen Tochter reiste und darüber hinaus schwanger war.

Als sie von ihrem Schicksal erzählt habe, hätten viele Bekannte ähnliche Erlebnisse geschildert, sagte die Anwältin. Daher habe sie sich auch im Interesse anderer Fluggäste um eine gerichtliche Klärung bemüht. Eine Air-France-Sprecherin erklärte, im Schnitt werde jeder tausendste Fluggast von der Praxis der Überbuchung betroffen. Dieses Verfahren werde zur Kostensenkung genutzt. Die Fluggesellschaft schlage den Betroffenen regelmäßig Entschädigungszahlungen und weitere Hilfestellungen vor, sobald ein Flugzeug überbucht sei.

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