Anwalt beim Europa-Gerichtshof:
Fußballclub-Namen sind geschützt

Ein Verkäufer von Schals mit dem Schriftzug eines Fußballclubs muss zunächst den Verein um Genehmigung bitten.

dpa LUXEMBURG. Diese Auffassung hat der Generalanwalt beim Europäischen Gerichtshof (EuGH), Dámaso Ruiz-Jarabo, im Rechtsstreit zwischen dem englischen Fußballmeister Arsenal London und dem Händler Matthew Reed geäußert, teilte das Gericht am Donnerstag in Luxemburg mit.

Das Gericht folgt bei seinen Urteilen oft der Linie des Generalanwaltes. Das Verwerten einer Marke - in diesen Fall der Vereinsname - durch einen anderen als den Eigentümer sei eine "kommerzielle Nutzung". Der Verein könne sich dagegen wehren, dass Dritte - in diesem Fall der Händler - die Marke für geschäftliche Zwecke nutzen, argumentierte der Generalanwalt.

Arsenal war gegen den Händler auf nationaler Ebene vorgegangen. Der High Court of Justice von England und Wales bat dann in Luxemburg um Klärung. Ein Urteil wird noch in diesem Jahr erwartet. Das Gericht ist an die Stellungnahme des Generalanwaltes nicht gebunden.

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