Anwalt: "Erhebliche Ansprüche" - FC: "Keinerlei Einnahmen"
Matthäus will noch eine Million vom FC Bayern

Im Streit zwischen Fußball-Rekordnationalspieler Lothar Matthäus und dem Bayern München haben sich die Fronten verhärtet, nun droht doch eine gerichtliche Auseinandersetzung.

HB/dpa MÜNCHEN. Nach Auffassung seines Anwalts Wolfgang Stürzer "bestehen Anhaltspunkte dafür, dass Herrn Matthäus im Zusammenhang mit dem Abschiedsspiel noch erhebliche Ansprüche zustehen". Das teilte die Anwaltskanzlei am Dienstag in einer Presseerklärung mit. In der vergangenen Woche hatte es noch so ausgesehen, als ob sich die beiden Parteien ohne den Gang vor Gericht einigen würden.

Als der FC Bayern den Matthäus-Anwälten am Dienstag Einsicht in die Unterlagen vom Abschiedsspiel gewährte, stellte sich aus Sicht des Vereins erstmals heraus, dass es dem heutigen Trainer von Partizan Belgrad "in der Klage nicht lediglich um erneute Erteilung der Auskunft, sondern explizit um die Forderung auf Zahlung eines weiteren Betrages in Höhe von einer Million Mark" gehe. Das teilte der FC Bayern in einer Presseerklärung mit.

Matthäus selbst nahm an dem Gespräch seiner Rechtsvertreter mit Bayern-AG-Chef Karl-Heinz Rummenigge, Geschäftsführer Karl Hopfner sowie dem Anwalt des Clubs nicht teil. Der geforderte Betrag von einer Million Mark sei vom FC Bayern an den Rechteverwerter bezahlt und vereinbarungsgemäß von den Gesamteinnahmen abgezogen worden, teilte der Verein mit.

Nach Angaben des FC Bayern seien beim Abschieds-Spiel Einnahmen in Höhe von 9 447 504,32 Mark erzielt worden. Nach Abzug der Kosten und Steuern habe Matthäus 3 927 671,16 Mark erhalten. "Dem FC Bayern, der das Abschiedsspiel veranstaltet und organisiert hat, verblieben aus dem Abschiedsspiel dagegen keinerlei Einnahmen", heißt es in der Mitteilung.

Die Belege würden derzeit von einem Wirtschaftsprüfer ausgewertet, teilten die Matthäus-Anwälte mit: "Auf der Grundlage des Ergebnisses wird Herr Matthäus nach Konsultation seiner Anwälte entscheiden, ob der Prozess, der derzeit bis zur vollständigen Vorlage der Belege durch den FC Bayern München lediglich ruht, weiterbetrieben wird."

Der Verein hatte angegeben, dass ein Wirtschaftsprüfer vor Ort die Ordnungsmäßigkeit der Belege bestätigt habe.

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