Anwar Ibrahim bezweifelt Fairness der Justiz
Früherer malaysischer Vizepräsident lässt Einspruch gegen Verurteilung einlegen

ap KUALA LUMPUR. Die Anwälte des früheren stellvertretenden malaysischen Regierungschefs Anwar Ibrahim haben am Freitag Einspruch gegen die Verurteilung des Politikers zu neun Jahren Gefängnis eingelegt. Ein Gericht hatte ihn am Dienstag wegen Homosexualität schuldig gesprochen. Anwar selbst habe nur wenig Hoffnung auf einen Erfolg des Einspruchs, teilte sein Verteidiger Sankara Nair mit. Er sei desillusioniert und habe kein Vertrauen in das System, fügte Sankara hinzu.

Der ehemalige stellvertretende Ministerpräsident verbüßt bereits eine 1999 verhängte sechsjährige Haftstrafe wegen Amtsmissbrauchs und Korruption. Die Vorwürfe, er habe eine homosexuelle Beziehung zu seinem Fahrer unterhalten, hat Anwar stets bestritten. Der Schuldspruch gegen ihn stieß im Ausland auf heftige Kritik. Anwar war im September 1998 als Finanzminister und stellvertretender Regierungschef entlassen worden, nachdem er sich gegen die Politik von Ministerpräsident Mahathir Mohamad gewandt und Reformen gefordert hatte. Mahathir regiert Malaysia seit 19 Jahren und ist damit der am längsten amtierende Regierungschef Asiens.



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