Anwesen in verheerendem Zustand
Überreste von 30 Großkatzen in USA entdeckt

Die Überreste von 30 Großkatzen und 58 Jungtieren sind auf einem Grundstück in Riverside (Kalifornien) gefunden worden. Die Betreiber des Unternehmens Tiger Rescue, die Zirkus- und Filmtieren einen Zufluchtsort bieten sollten, wurden unter dem Verdacht der Tierquälerei festgenommen.

HB/dpa RIVERSIDE. Nach US- Medienberichten vom Mittwoch brachten Beamte der Behörde für Fisch und Wild 13 noch lebende Tiger- und Leopardenbabys sowie zwei Alligatoren in Sicherheit. Einige der Tiere wurden in dem Wohnhaus der Betreiber, einem Ehepaar mit Kleinkind, gefunden. Die Erwachsenen müssen sich auch wegen Gefährdung des Kindes vor Gericht verantworten.

Tierschützer beschrieben den Zustand auf dem mit Knochen und Kot verschmutzen Anwesen als verheerend. 58 tote Jungtiere befanden sich in einem Kühlhaus. Die beiden Alligatoren waren in einer Badewanne untergebracht. Einem Mitarbeiter von Tiger Rescue zufolge habe es auf dem Gelände genügend Platz, Futter und Wasser für die lebenden Tiere gegeben. Auf der Webseite der gemeinnützigen Einrichtung wird die Stätte als Ruhesitz für Großkatzen beschrieben. Inhaber John Weinhart soll sich bereits seit 35 Jahren um Tiger und andere Tiere aus der Unterhaltungsbranche kümmern.

Das Unternehmen verfügt über eine Lizenz für die Haltung von Großkatzen, nicht aber für die Zucht von Jungtieren. Weinhart war schon zuvor wegen unzulänglicher Pflege der Tiere aufgefallen. Im kommenden Monat muss sich der 60-Jährige wegen früherer Vorfälle vor Gericht verantworten. Nach Angaben eines Tierschutzverbandes leben in den USA rund 10 000 Großkatzen in privaten Haushalten.

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