Anzeige erstattet
"Nikolaus" sperrte Jungen in Besenkammer

Weil er unerwartet in die Rolle des Knecht Ruprecht wechselte, wird gegen einen südhessischen "Nikolaus" nun wegen gefährlicher Körperverletzung, Nötigung und Freiheitsberaubung ermittelt. Wie das Polizeipräsidium Darmstadt am Montag berichtete, soll der Nikolaus-Darsteller des Weihnachtsmarkts in Pfungstadt einen neunjährigen Jungen geohrfeigt und in eine unbeleuchtete Besenkammer gesperrt haben.

ap PFUNGSTADT. Nach den Worten von Polizeisprecher Ferdinand Derigs waren mehrere Kinder und Jugendliche dem Nikolaus-Darsteller gefolgt, als dieser nach dem Ende des Weihnachtsmarkts am Sonntag gegen 18.30 Uhr in das Rathaus des Stadtteils Eschollbrücken ging, um sich umzuziehen. Dort soll der «heilige Mann» den Neunjährigen gepackt und in das Innere des Gebäudes gezogen haben. Wie andere Jugendliche berichteten, wurde der Junge von dem «Nikolaus» geohrfeigt und anschließend für mehrere Minuten in die Besenkammer gesperrt. Als der Vater des Jungen den Nikolaus-Darsteller zur Rede stellte, bestritt dieser nach Polizeiangaben, den Jungen geschlagen zu haben und entschuldigte sich. Dennoch erstatteten die Eltern Anzeige. Bereits vor dem Vorfall sollen der "Nikolaus" und mehrere Jugendliche auf dem Weihnachtsmarkt aneinander geraten sein, weil der "heilige Mann" Geschenke nur an Kleinkinder verteilen wollte. Daraufhin sollen die Jugendlichen den Mann im roten Mantel mit Steinen und Lehmklumpen beworfen haben.

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