Anziehender Ölpreis bringt Tariferhöhung
Fliegen wird bei der Lufthansa teurer

Fliegen bei der Lufthansa wird wegen des anziehenden Ölpreises teurer. "Kostensteigerungen insbesondere durch den stark gestiegenen Ölpreis veranlassen die Fluggesellschaft, ihre Tarife um zirka 4,5 Prozent anzuheben", teilte die Lufthansa am Mittwoch in Frankfurt mit. Die Umsetzung solle so schnell wie möglich erfolgen.

Reuters FRANKFURT. Wie es hieß, sind von der Preisanhebung auch die Sondertarife für innerdeutsche Flüge betroffen. Demnach kosten die Billigflüge demnächst 92 beziehungsweise 102 Euro statt wie bisher 88 und 98 Euro. Die Lufthansa hatte Ende vergangenen Jahres mit den Niedrigtarifen auf das wachsende Angebot an Billigflügen in Deutschland reagiert.

Lufthansa-Finanzvorstand Karl-Ludwig Kley hatte noch am Dienstag auf einer Investorenkonferenz gesagt, der Konzern sei gegen Ölpreis-Steigerungen für die ersten sechs Monate 2003 "komplett" und für das Gesamtjahr zu 78 Prozent abgesichert. Eine Konzern-Sprecherin sagte auf Anfrage, die Kosten für das Absichern ("Hedging") würden mit dem Niveau des Ölpreises steigen und somit stärker zu Buche schlagen.

Beim "Hedging" wird die Abnahme bestimmter Öl-Mengen zu einem vorher festgelegten Preis fixiert. Dadurch vermindert der Käufer das Risiko unkalkulierbarer Preisschwankungen. Steigt der Preis über den vorher vereinbarten Betrag, macht der Käufer ein Geschäft, fällt er indes unter die fixierte Höhe, muss er drauf zahlen.

Der Ölpreis war im Zuge des sich zu spitzenden Irak-Konflikts sowie der Krise in Venezuela in die Höhe geschnellt und notierte zuletzt bei 32,70 Dollar je Barrel Rohöl der Nordseemarke Brent. Beide Länder zählen zu den größten Ölproduzenten der Welt. Im November hatte der Brent-Preis noch bei 23 Dollar gelegen. Der Aktienkurs der Deutschen Lufthansa notierte am Mittwochmittag in einem insgesamt schwachen Gesamtmarkt 2,5 Prozent tiefer bei 7,39 Euro.

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