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AOK will auf Homepage Internet-Apotheken empfehlen

Reuters BERLIN. Die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) wollen auf ihrer Homepage Internet-Apotheken empfehlen. Der AOK-Vorstandsvorsitzende Hans Jürgen Ahrens sagte der "Süddeutschen Zeitung" vom Dienstag, es solle auf der Homepage ein Link zu günstigen Arzneimittel- Anbietern eingerichtet werden. Der Zeitpunkt stehe noch nicht fest, da es noch "einige juristische Klippen" gebe. Eine AOK-Sprecherin sagte, das Projekt sei noch in der Planungsphase. Im Sommer sollten konkrete Eckpunkte vorliegen. Verwiesen werden solle auf der AOK-Homepage (www.aok.de) auf kostengünstige und seriöse Internet-Apotheken, nicht aber auf Arzneimittel-Firmen. Der Internet-Handel mit Arzneimitteln ist in Deutschland verboten.

Ahrens sagte dem Blatt zufolge weiter, die AOK werde durch Verträge sicher stellen, dass bei den empfohlenen Anbietern von Medikamenten "die Qualität stimmt".

Gegen Bestrebungen des Bundesgesundheitsministeriums, die Regelungen zum Internet-Handel mit Arzneimitteln zu lockern, wehren sich die Apotheker. Sie warnen unter anderem vor schlechter Kundenberatung und mangelhaften Lieferbedingungen bei Internet-Anbietern. Internet-Apotheken wie die niederländische Firma DocMorris werben damit, Medikamente zu niedrigeren Preisen anzubieten als herkömmliche Apotheken. Die deutschen Apotheken setzen jährlich rund 47 Mrd. DM um. Die Krankenkassen beklagen die hohen Ausgaben für Medikamente.

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