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AOL Time Warner entlässt offenbar 1000 Mitarbeiter

Der US-Medien- und Internet-Konzern AOL Time Warner Inc. dürfte nach Angaben aus mit der Situation vertrauten Kreisen vom Dienstag noch Ende dieser Woche rund 1000 Mitarbeiter seiner Internet-Tochter in Dulles entlassen.

Reuters NEW YORK. Die Internet-Tochter beschäftigt rund 16 000 Mitarbeiter und wird als Hauptfaktor für das künftige Konzernwachstum angesehen. Ein Konzern-Sprecher wollte sich nicht zu den Angaben aus den Kreisen äußern. Im Januar waren im Zuge der 106,2 Mrd. Dollar (rund 227,3 Mrd. DM) schweren Fusion zwischen AOL und Time Warner bereits 725 oder fünf Prozent der AOL-Arbeitsplätze abgebaut worden. Insgesamt hatte der fusionierte Konzern damals 2400 Stellen gestrichen. AOL Time Warner beschäftigt derzeit fast 90 000 Mitarbeiter.

AOL Time Warner strebt früheren Angaben zufolge in diesem Geschäftsjahr einen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von elf Mrd. Dollar an. Analysten äußerten allerdings die Einschätzung, dass es für den Konzern angesichts der Konjunkturabkühlung und des schwachen Werbemarktes schwierig werden könnte, dieses Ziel zu erreichen. Wie auch andere Unternehmen der Branche kann AOL Time Warner nach Ansicht von Experten seine Planzahlen nur durch eine deutliche Kostensenkung erreichen.

Henry Blodget, Analyst bei Merrill Lynch, erwartet eigenen Angaben zufolge, dass auch die Nachrichtensparte der AOL-Internet-Tochter von Stellenstreichungen betroffen sein könnte. "Es gibt kein Grund für AOL, eine eigene Nachrichtensparte zu betreiben, wenn dem Konzern auch CNN gehört. Das sind Bereiche, wo wir Konsolidierungen erwarten", sagte Blodget.

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