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AOL Time Warner steigert Umsätze im zweiten Quartal

Der weltgrößte Medien- und Onlinekonzern AOL Time Warner Inc. hat im zweiten Quartal und im ersten Halbjahr 2001 etwas besser abgeschnitten als von der Wall Street erwartet.

dpa NEW YORK. Grund dafür sind höhere Abonnentenzahlen, ein solides Onlinegeschäft sowie solide Ergebnisse im Kabelfernseh- und Filmbereich. Allerdings blieb der Umsatz deutlich hinter den Erwartungen zurück. Das Unternehmen verfügt über den weltgrößten Online-Dienst AOL, das Warner Filmstudio, Dutzende von Magazinen, eine der weltgrößten Musikfirmen Warner Music sowie über Kabelfernsehsender wie CNN und HBO. Die Gesellschaft ist auch der zweitgrößte Kabelfernseh-Systembetreiber der USA.

AOL Time Warner steigerte den Umsatz angesichts rückläufiger Umsätze der Musiksparte und stagnierender Umsatzzahlen im Magazinbereich im zweiten Quartal nur um drei Prozent auf 9,2 Mrd. Dollar. Die Analysten hatten mit 9,7 Mrd. Dollar gerechnet.

Die Abonnenten-Einnahmen stiegen um zehn Prozent auf 4,1 Mrd. Dollar, während Inhalts- und sonstigen Umsätze um vier Prozent auf 2,9 Mrd. Dollar fielen. Die Werbe- und kommerziellen Umsätze legten bescheiden um ein Prozent auf 2,3 Mrd. Dollar zu. Das Anzeigenumfeld bei den Print-Medien und im Internet ist schwach.

Das Unternehmen hatte einen Quartalsverlust von 734 (Vorjahresvergleichszeit: 924) Mill. Dollar. Dies teilte AOL Time Warner am Mittwoch mit. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (EBITDA) stieg um 20 % auf 2,5 Mrd. Dollar oder 32 Cents je Aktie, während die Wall Street mit 28 Cents je Aktie gerechnet hatte. Der Umsatz kletterte im ersten Halbjahr 2001 um sechs Prozent auf 18,1 Mrd. Dollar. Es fiel ein Verlust von 2,1 (2,4) Mrd. Dollar an. Der EBITDA-Gewinn stieg um 20 % auf 4,7 Mrd. Dollar.

AOL Time Warner hatte am Ende der Berichtszeit 135 Millionen Abonnenten oder 17,9 Mill. mehr als vor zwölf Monaten. Der AOL - Online-Service hatte Ende Juni weltweit 30,1 Mill. Kunden, plus 1,3 Millionen. Im Ausland hatte AOL 6,6 Millionen Kunden oder 150 % mehr als vor einem Jahr. In Europa waren es allein 4,8 Millionen. Die europäischen AOL-Kunden nutzen den Onlinedienst inzwischen mehr als 40 Minuten pro Tag.

AOL Time Warner-Chef Jerry Levin verwies auf die großen Fortschritte bei der Integration der fusionierten Gesellschaft während der vergangenen sechs Monate. AOL und Time Warner hatten sich in diesem Jahr im Zuge einer Fusion im Wert von 106 Mrd. Dollar zusammengeschlossen. Das Abonnenten-Geschäft zeigt laut Levin weiterhin ein robustes Wachstum. Der Unternehmenschef geht im Film- und im Musikbereich von einer starken zweiten Jahreshälfte aus. "Wir haben gerade erst begonnen, unser enormes Potenzial anzuzapfen", erklärte Levin.

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