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Wien (APA-ots) - Wöchentlicher Finanzmarktkommentar der Volksbank Investmentbank AG

Wien (APA-ots) - Wöchentlicher Finanzmarktkommentar der Volksbank Investmentbank AG

Dollar Euribor Dt. Bund US T-Bond je Euro 3m 10y 10y

20. Aug 04 1,237 2,11% 4,07% 4,22% 13. Aug 04 1,220 2,11% 4,05% 4,25% Veränderung-1,35% 0,00%Pkte 0,02%Pkte-0,03%Pkte

ATX DAX DJ Ind.

20. Aug 04 1963,0 3702,1 10040,8 13. Aug 04 1998,8 3638,9 9814,6 Veränderung-1,79% 1,74% 2,31%

Die in der vergangenen Woche veröffentlichten Wirtschaftsdaten fielen mehrheitlich schwach aus. Das US-Handelsbilanzdefizit erreichte im Juni mit Dollar 55,8 Mrd (Markterwartung: Dollar 47,0; Mai: Dollar 46,9) einen neuen Rekordstand. Das Verbrauchervertrauen der Universität Michigan fiel im August nach vorläufigen Zahlen auf 94,0 Punkte (Erwartung: 97,2: Juli: 96,7). Der Konjunkturindex der Notenbank von Philadelphia ist im August auf 28,5 Punkte (Erwartung: 30,0; Juli: 36,1) gesunken. Der Index gilt als wichtiger Indikator für die landesweite Entwicklung. Zahlen über Null signalisieren ein Wachstum des Verarbeitenden Gewerbes der Region um Philadelphia. Die US-Industrieproduktion ist im Juli im Vergleich zum Vormonat um 0,4 % (Markterwartung: 0,5%; Juni: -0,5%) gestiegen. Die wirtschaftlichen Aussichten in Deutschland haben sich im August gemäß der jüngsten Umfrage unter institutionellen Investoren und Analysten etwas verschlechtert. Der entsprechende Index des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) ist zuletzt wegen gestiegener Befürchtungen, dass sich das konjunkturelle Umfeld in Deutschland weiter eintrüben könnte, weil die Unsicherheiten über die Entwicklung der Weltkonjunktur und des Ölpreises zugenommen haben, auf 45,3 Punkte (Markterwartung: 48,0; Juli: 48,4) gefallen. Der Indikator für die Eurozone ist auf 52,0 Punkte (Erwartung: 55,1; Juli: 55,5) gefallen. Auch die Industrieproduktion der Eurozone verzeichnete im Juni gegenüber dem Vorjahr mit minus 0,4 % (Erwartung: -0,7%; Mai: 0,6%) einen leichten Rückgang.

Die Aktienmärkte konnten in den letzten Tagen trotz neuer Rekordstände beim Ölpreis und schwacher Wirtschaftsdaten mehrheitlich zulegen. Aufgrund des nach wie vor zur Stärke neigenden Ölpreises und von uns erwarteter fehlender Impulse von Seiten der veröffentlichten Wirtschaftsdaten sollten sich die Kurszuwächse an den Märkten in der nächsten Woche in Grenzen halten.

Das zentrale Thema an der Wiener Börse waren in der vergangenen Woche die Verhandlungen der Swisscom mit der Öiag um die Anteile an der Telekom Austria, die schließlich aufgrund fehlender Unterstützung von politischer Seite gescheitert sind. Der Kurs der TA-Aktie, der im Zuge der Verhandelungen bis auf Euro 14,4 anstieg, ist mit dem Ende der Verhandlungen deutlich eingebrochen und liegt nun wieder bei Euro 11,55. Das Konzept hätte vorgesehen, dass Swisscom letztlich bis zu 80 % an der TA kontrolliert, der Rest wäre an der Börse Wien verblieben. Der Einstige wäre so erfolgt dass - abgesehen von den 17 %, die gegen Barzahlung an die Swisscom abgegeben werden sollten - die Swisscom weitere 25 % der TA erwirbt und die Öiag im Gegenzug dafür elf Prozent der Holding mit dem Namen "Swisscom Telekom Austria" plus besondere Miderheitsrechte bekommt. Dies hätte einem Preis von rund Euro 15,50 je TA-Aktie entsprochen. Ein Angebot an den Streubesitz wäre erfolgt. Nach dem Scheitern der Verhandlungen will die Öiag nun wieder 17 % der Anteile an der TA über die Börse verkaufen. Der deutliche Kursrückgang bei der Aktie des Indexschwergewichts Telekom Austria hat in der vergangenen Woche auch den ATX auf Talfahrt geschickt.

Der US-Dollar wurde in den letzten Tagen von den schwachen US-Wirtschaftsdaten und hier vor allem von den jüngsten Handelsbilanzzahlen belastet. Schwache Wirtschaftsdaten steigern bei den Marktteilnehmern die Erwartung, dass sich die US-Notenbank mit weiteren Zinserhöhungen Zeit lassen kann und die jüngsten Handelsbilanzdaten nährten zusätzlich die Zweifel an der Finanzierung des hohen US-Leistungsbilanzdefizits. In der nächsten Woche sollten vor allem die vorläufigen US-BIP-Zahlen richtungsbestimmend für den Dollar sein, die am Freitag präsentiert werden. Im Vorfeld dieser Veröffentlichung rechnen wir mit einer Seitwärtsentwicklung des Dollars zum Euro.

Rückfragehinweis: Research-Team der VB Investmentbank AG Uta Pock mailto:uta.pock@vbib.at , Tel.: 050 4004-7022

Friedrich Glechner mailto:friedrich.glechner@vbib.at , Tel.: 050 4004-7017

Wolfgang Pohn mailto:wolfgang.pohn@vbib.at , Tel.: 050 4004-7032

Dana Kharchenko mailto:dana.kharchenko@vbib.at , Tel.: 050 4004-7006

*** OTS-Originaltext Unter Ausschliesslicher Inhaltlicher Verantwortung DES Aussenders ***

Ots0124 2004-08-20/12:51

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