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APA ots news: Wöchentlicher Finanzmarktkommentar der Volksbank Investmentbank AG

Wien (APA-ots) -

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Dollar Euribor Dt. Bund ATX DAX DJ Ind. je Euro 3m 10y

27.Aug. 04 1,211 2,12% 4,06% 1991,4 3830,1 10173,4 20.Juli 04 1,237 2,11% 4,07% 1963,0 3702,1 10040,8 Veränderung 2,15% 0,01%Pkt-0,01%Pkt 1,45% 3,46% 1,32%

Die Zahl der Wirtschaftsdaten, die in der vergangenen Woche veröffentlicht wurden, war äußerst gering. Die meisten US-Wirtschaftsdaten fielen erneut leicht schwächer aus, als vom Markt erwartet. Der Index der Frühindikatoren ist gegenüber dem Vormonat mit-0,3% (Juni: -0,1%) deutlich schwächer geworden. Von Oktober 2002 bis Mai 2004 lag der Indikator über Null. Auch der Philadelphia Fed Index, ein wichtiger Indikator für die landesweite Entwicklung der US-Industrie, ist von 36,1 im Juli auf 28,5 im August stark zurückgegangen. Die am Freitagnachmittag erscheinende Q2-BIP Daten werden mehr Klarheit zur Situation bringen, obwohl eine leichte Abwärtsrevision vom Markt erwartet wird. All diese Faktoren dürften den nationalen ISM-Index beeinflussen und damit wird auch der einzige Indikator der die letzte Zinsentscheidung stützte Zweifel am Konjunkturbild der Fed bringen. In Deutschland betrug das Q2-BIP Wachstum 0,5% Q/Q. Die Zunahme beruhte auf der hohen Auslandsnachfrage, die Binnennachfrage und die Investitionsnachfrage blieben aber weiterhin gering. So lag das Staatsdefizit zur Jahreshälfte mit 4% am BIP deutlich über der von der EU vorgesehenen 3%-Grenze. Der IFO Geschäftsklimaindex ist nach einer Erholung im Vormonat im August leicht zurückgegangen. Laut dem IFO Institut haben sich die Urteile zur aktuellen Geschäftslage verbessert, während die Geschäftserwartungen für die nächsten sechs Monate sich etwas eingetrübt haben. Der KOF Frühindikator weist für die Schweiz seit Oktober 2003 immerhin aufsteigende Tendenz auf. So befindet sich die Schweizer Wirtschaft seit der zweiten Hälfte 2003 in einer von den Exporten getriebenen Erholungsphase. Aktueller Stand des KOF Konjunkturbarometers: August 0.98, Juli 0.96, Juni 0.93.

Der Ölpreis ist dank am Freitag vollzogener Umstellung auf den Oktober-Kontrakt und der Wiederaufnahme der irakischen Öllieferung vom Rekordhoch drei Tage in Folge gefallen. Nach den beiden Flugzeugabstürzen in der Nacht zum Mittwoch in Russland hat die Vermutung, es könne sich um Terroranschläge handeln, den Ölpreis wieder leicht nach oben getrieben. Doch schon Mittwoch Abend sank dank gestiegener US-Benzinlagerbestände der Rohölpreis in New York um 3,9% auf ein 3-Wochentief von $43,47. Die Ölpreise sollten nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) weiter sinken.

Trotz schwacher wirtschaftlicher Daten hat der US-Dollar weiter an Stärke gewonnen. Der Euro hat am 25.08 das 3-Wochentief von $1,2085 erreicht. Dass der Dollar jedoch von einem längerem Aufschwung steht, ist aber eher unwahrscheinlich. Dazu fehlen zurzeit positive fundamentale wirtschaftliche Daten.

Die Aktienmärkte haben sich im Berichtszeitraum durchwegs positiv entwickelt. So ist der DJ Industrial im Wochenvergleich um etwa 1,3% gestiegen, was angesichts der schwachen Wirtschaftsdaten als Überraschung aufzufassen ist. Nach dem starken Kursverfall in der letzen Woche zeigte sich Telekom Austria diese Woche deutlich erholt, der starke Einbruch dürfte eine Übertreibung gewesen sein. Positive Unternehmensmeldungen - der Nettogewinn im zweiten Quartal lag über den Erwartungen - haben den Kurs zusätzlich unterstützt.

Rückfragehinweis: Research-Team der VB Investmentbank AG Uta Pock: mailto:uta.pock@vbib.at Tel. 01-31340-7022 Friedrich Glechner: mailto:friedrich.glechner@vbib.at Tel. 01-31340-7017 Wolfgang Pohn: mailto:wolfgang.pohn@vbib.at Tel. 01-31340-7032 Dana Kharchenko: dana.kharchenko@vbib.at Tel. 01/31340-7006

*** OTS-Originaltext Unter Ausschliesslicher Inhaltlicher Verantwortung DES Aussenders ***

Ots0106 2004-08-27/12:50

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