Appell an Bush
47 Christen nahe Peking festgenommen

Die chinesische Polizei hat während des Besuchs von US-Präsident George W. Bush in China in einem Dorf in der Nähe von Peking 47 Christen festgenommen.

dpa PEKING. Das Informationszentrums für Demokratie und Menschenrechte in Hongkong berichtete am Freitag, die Protestanten hätten sich am Vortag in dem Dorf Haiqingluo im Pekinger Distrikt Changping zu einem religiösen Treffen versammelt.

Eine Stunde später hätten 70 Polizisten die aus Peking, der Inneren Mongolei, den Provinzen Henan, Hebei und Liaoning angereisten Christen umzingelt und das Treffen als "illegal" bezeichnet. Sie seien auf der Polizeistation Beiqijia festgehalten, misshandelt und durchsucht worden. Ihre Bibeln seien beschlagnahmt worden. Ein 70- Jähriger habe einen Herzanfall erlitten, sei in die Notstation eines Krankenhauses eingeliefert worden, aber noch nicht außer Gefahr.

Gang zur Toilette verweigert

In Haft sei ihnen Trinken und der Gang zur Toilette verweigert worden, berichtete das Informationszentrum. Die Polizei habe bis Freitagabend 22 mit dem mündlichen Verweis, eine illegale Versammlung abgehalten zu haben, wieder auf freien Fuß gesetzt. Frank Lu von dem Informationszentrum appellierte an US-Präsident Bush, der bereits auf dem Weg in die USA war, sich für ihre Freilassung einzusetzen.

Am Morgen hatte Bush in einer Rede vor Studenten in Peking ein Ende religiöser Verfolgung in China gefordert. "Ich bete, dass alle Verfolgung enden wird, damit alle Menschen in China frei sind, sich zu versammeln und zu beten wie sie möchten", hatte Bush gesagt.

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