Appell an deutschen Mittelstand
Intel-Chef: Deutschland hat noch Nachholbedarf beim Internet

"Deutschland kann nur dann eine führende Rolle einnehmen, wenn sich auch der Mittelstand für E-Business entscheidet", glaubt Craig Barrett.

dpa-afx/dpa SANTA CLARA/MÜNCHEN. Der Präsident des Chip-Herstellers Intel, Craig Barrett, hat den Mittelstand in Deutschland zur geschäftlichen Nutzung des Internets aufgerufen. Es genüge nicht, dass die großen deutschen Unternehmen zu Internet-Firmen würden, sagte Barrett am Mittwoch in München. "Deutschland kann nur dann die führende Rolle einnehmen, wenn sich auch der Mittelstand für E-Business entscheidet". Deutschland stehe bereits jetzt beim Internet-Handel in Europa an der Spitze.

Nach Barretts Angaben verzehnfacht sich die Zahl der Internet- Anwender alle fünf Jahre. Für das Jahr 2005 seien rund eine Milliarde Teilnehmer als Lieferanten oder Kunden im Internet zu erwarten. Der Umsatz im Bereich Unternehmen zu Unternehmen (B2B) werde von heute umgerechnet rund 800 Mrd. DM auf mehr als 14 Bill. DM im Jahr 2004 steigen.

Wichtige Voraussetzung für die weitere Entwicklung des Internets ist nach Barretts Überzeugung ein kostengünstiger Zugang. Hier habe Deutschland noch Nachholbedarf. "Niedrigere Zugangsgebühren würden die Unternehmen ermutigen, das Internet für ihre Geschäfte zu nutzen", sagte Barrett. Alle Unternehmen müssten sich in den kommenden zwei bis drei Jahren auf E-Business umstellen, um sich am Markt zu behaupten, sagte der Intel-Chef.



Unternehmen korrigiert Ertragsprognose nach oben

Der US-Microchiphersteller hatte am Dienstag seine Ertragsprognose für das zweite Quartal 2000 deutlich nach oben korrigiert. Wie das Unternehmen nach dem New Yorker Börsenschluss im kalifornischen Palo Alto bekanntgab, erwartet es für den Zeitraum einen Ertrag von rund 2,3 Mrd. $. Zuvor war das Unternehmen von 725 Mill. $ ausgegangen.



Weiter teilte das Unternehmen mit, eine Gewinnrückstellung in Höhe von rund 200 Mill. $ oder 2 US-Cent je Aktie vornehmen zu wollen. Damit sollen die durch eine Rückrufaktion der Motherboards mit "Memory Translator Hub" (MTH) Technologie entstandenen Kosten abgedeckt werden.

Im Zusammenhang mit diesen Zahlen machte das Unternehmen darauf aufmerksam, dass sich diese durch den bevorstehenden Aktiensplitt im Verhältnis 2:1 am 2. Juli 2000 ändern werden.



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