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Apple mit Gewinnwarnung

An der Nasdaq knallten gestern die Champagnerkorken. Der Index des Börsensegments feierte seinen größten Tagesgewinn in seiner Geschichte. Bis, ja, bis Apple die Gewinnwarnung veröffentlichte.

Der Computerhersteller warnte die Anleger vor, dass das Unternehmen im ersten Quartal statt eines Gewinns einen Verlust von 225 bis 250 Millionen Dollar erwirtschaften werde. Der Computerkonzern reduzierte gleichzeitig die Umsatzerwartungen für das kommende Geschäftsjahr von 7,78 Milliarden Dollar auf 6 bis 6,5 Milliarden Dollar. Nachdem die Aktie bereits vorbörslich rund 15 Prozent verlor, geraten auch andere Werte wie Dell und Gateway unter Druck.



Die Analysten von Credit Suisse setzten zusätzlich negative Impulse und stufen die Aktien von Compaq Computer, Gateway und Apple auf "halten" ab. Als Grund nannten die Experten die abflauende PC-Nachfrage. Die Entwicklung dürfte auch Microsoft belasten. Der Umsatz des Softwaregiganten ist sehr an die Absatzentwicklung des Marktes gekoppelt. IBM dagegen bekommt Rückenstärkung von Lehman Brothers. Die Analysten stufen die Aktie auf "kaufen".



Für Bewegung dürfte heute auch die Analystenkonferenz von Hewlett Packard sorgen. Während das Management bereits vergangenen Woche bekräftigte, dass die Gewinnprognosen für das laufende Quartal eingehalten würden, verlor das Unternehmen kein Wort über die Umsatzentwicklung. Die wenigsten Marktbeobachter glauben jedoch, dass sich die Absatzzahlen von Hewlett Packard gegen den Trend positiver entwickeln könnten als ursprünglich erwartet. Die Aktie des Computer- und Druckerherstellers verliert vorbörslich.



Pessimistische Einschätzungen bezüglich des Ertragswachstums im vierten Quartal trüben die Stimmung zur Wochenmitte zusätzlich. Nachdem die Wachstumsraten im vergangenen Monat noch bei 13,3 Prozent lagen, rechnen die Experten für Dezember nun nur mit einer Steigerungsrate von 8,1 Prozent. Obwohl bis zur Veröffentlichung der Quartalszahlen noch Zeit ist, revidierten bereits 300 Unternehmen ihre Gewinnerwartungen. Im Vorquartal lag die Zahl noch um rund 70 Unternehmen niedriger.



Freudige Nachrichten gibt es dagegen von Homedepot. Robert Nardelli, ehemals bei General Electric, wird neuer Geschäftsführer und CEO der größten Heimwerkerkette der USA. Damit ist Homedepot innerhalb weniger Tage der zweite Konzern, der Führungskräfte des Energiekonzerns abwirbt. Bereits gestern hatte 3Com gemeldet, James McNerney, Chef des Bereichs Flugmotoren unter Vertrag genommen zu haben. I2 Technologie Aktionäre dürfen am Morgen nicht erschrecken. Nachdem die Aktie vor Handelsbeginn im Verhältnis eins zu zwei gesplittet wurde, eröffnet der Wert mit einem Minus von 50 Prozent.

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