April „sehr gut“ gelaufen
Schrempp-Interview stützt Daimler-Aktie

Ein optimistisch gestimmtes Interview des Vorstandsvorsitzenden der Daimler-Chrysler AG, Jürgen Schrempp, wirkt sich positiv auf den Aktienkurs aus. Möglicherweise werde im Jahr 2002 sogar ein Gewinn erreicht.

vwd FRANKFURT/ STUTTGART. Zur Mittagsstunde zog er bis zu 53,10 ? an nach einem Vortagsschluss von 52,54 ?. Die neue E-Klasse von Mercedes-Benz laufe "hervorragend", hatte Schrempp "Stuttgarter Zeitung" (Wochenendausgabe) gesagt. Man habe viel mehr Aufträge, als Fahrzeuge produziert werden können. Seit Mitte März seien 26 000 Fahrzeuge ausgeliefert worden, die Lieferzeit betrage etwa ein halbes Jahr. Bei Chrysler sei der April "sehr gut" gelaufen und der Mai sehe "auch gut" aus, fügte Schrempp hinzu.

Zudem seien deutliche Fortschritte bei Kostenreduzierung und Produktivitätssteigerung erzielt worden. So könne Chrysler, "wenn sich die Tendenz fortsetzt", im Jahr 2002 nicht nur ein ausgeglichenes Ergebnis, sondern einen Gewinn erreichen. Chrysler profitiere davon, dass sich das US-Automobilgeschäft zur Zeit besser entwickle als erwartet.

Schrempp verteidigte in dem Interview das Engagement von Daimler-Chrysler beim japanischen Automobilhersteller Mitsubishi Motors Corp. Der asiatische Markt habe weltweit das größte Zukunftspotenzial. So werde auf Asien in den nächsten Jahren etwa die Hälfte des Weltmarktes für Nutzfahrzeuge entfallen. Japan, Korea und China zusammen machten drei Viertel des asiatischen Automobilmarktes aus, und daran wolle Daimler-Chrysler partizipieren.

"Im Augenblick" habe Daimler-Chrysler nicht die Absicht, den Anteil von 37,3 % an Mitsubishi zu erhöhen, sagte Schrempp weiter, aber es sei das Fernziel. Voraussetzung seien eine stabile Ertragslage bei Mitsubishi und eine deutliche Verringerung der Mitsubishi-Schulden. Unter stabiler Ertragslage bei Mitsubishi versteht Schrempp eine Umsatzrendite zwischen 5 und 6 %.

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