AR: Neuer Chef möglichst bis Freitag
Regierung will keine öffentliche Telekom-Debatte

Die Bundesregierung will sich trotz Kritik an ihrer Haltung im Streit um Telekom-Chef Ron Sommer öffentlich nicht in die Debatte einschalten.

rtr BERLIN. Ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums sagte am Freitag mit Blick auf eine in Zeitungen geschalteten Großanzeige von Mitarbeitern des Unternehmens, die Regierung sei mit diesen der Meinung, dass eine öffentlich Debatte nur schade. Die Regierung werde ihre Haltung über ihre Vertreter im Aufsichtsrat einbringen, und nicht in der Öffentlichkeit. In einer Großanzeige hatten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewarnt, das Unternehmen nehme Schaden, wenn es zum "politischen Spielball" werde. Zuvor hatte der von der Ablösung bedrohte Telekom-Chef vom Vertreter der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat Unterstützung bekommen.

Der stellvertretende Aufsichtsratschef Rüdiger Schulze sagte dem ZDF, er sehe keine Veranlassung, "die Telekom in eine völlig neue Situation reinzustecken." Schulze machte deutlich, dass die Bundesregierung eine treibende Kraft bei der geplanten Ablösung Sommers sei. Die kursierenden Namen von möglichen Nachfolgern für Sommer lehnte er ab. Es gebe aber interne Besetzungen aus dem Vorstand, die er sich vorstellen könne, sagte Schulze.

In Kreisen des Aufsichtsrats war zuletzt zu hören, ein neuer Telekom-Chef solle möglichst noch bis Freitag vorgestellt werden. Der Bund ist mit 43 % der größte Einzelaktionär des Unternehmens. Die Telekom-Aktie hat gegenüber ihrem Höchststand von knapp 105 ? im Frühjahr 2000 mehr als 90 % eingebüßt, was viele Aktionäre Sommer anlasten.

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