Arafat darf nicht an Weihnachtsfeier teilnehmen
Israel zieht Soldaten in Bethlehem zurück

Um die Weihnachtsfeiern im palästinensischen Bethlehem zu ermöglichen, hat die israelische Armee nach eigenen Angaben ihre Truppen in die Außenbezirke der Stadt zurückgezogen. Solange keine Geheimdienstinformationen über geplante Anschläge auf Israelis vorlägen, sollten keine Soldaten in der Weihnachtswoche in Bethlehem sein, teilte die Armee am Dienstag mit.

Reuters BETHLEHEM. In der Stadt wurde nach christlicher Überlieferung Jesus geboren. Augenzeugen berichteten, die Armee habe ihre Soldaten etwa 200 Meter von der Kirche zurückgezogen, die über dem angeblichen Geburtsort Jesu steht.

Seit Beginn des Palästinenser-Aufstandes im September 2000 hat die israelische Armee mehrfach Teile der Palästinenser-Gebiete als Reaktion auf Anschläge wiederbesetzt. In Bethlehem waren die Truppen einmarschiert, nachdem vor vier Wochen ein palästinensischer Selbstmordattentäter in Jerusalem elf Menschen in einem Bus getötet hatte

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Palästinenser-Präsident Jassir Arafat wurde es von Israel im zweiten Jahr in Folge verboten an den Weihnachtsfeiern in Bethlehem teilzunehmen. Die Regierung von Ministerpräsident Ariel Scharon wirft Arafat vor, militante Gruppen und damit den Terrorismus zu unterstützen. Arafat hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Ein Teil der Palästinenser gehört dem Christentum an. Arafat selbst ist Moslem, nahm aber jahrelang an den Weihnachtsfeiern zur Geburt Jesu teil.

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