Arafat: "Extremisten" in Israel wollen Frieden zerstören
Peres: "Ich glaube nicht an Arafat"

Palästinenserpräsident Jassir Arafat hat nach den Worten des israelischen Außenministers Schimon Peres nicht genügend unternommen, um radikalen Palästinensern das Handwerk zu legen.

afp JERUSALEM/KAIRO. Bislang habe Arafat die israelische Angriffspause nur "sehr partiell" genutzt, um die palästinensische Glaubwürdigkeit wiederherzustellen, die für eine Wiederaufnahme von Verhandlungen notwendig sei, sagte Peres am Freitag im staatlichen Rundfunk. "Ich glaube nicht an Arafat, ich glaube an den Frieden", fügte Peres hinzu.

Nach palästinensischen Polizeiangaben wurden seit Samstag 180 Aktivisten der radikalen Organisationen Hamas und Islamischer Dschihad festgenommen. Ein israelischer Regierunsvertreter betonte jedoch, nur vier oder fünf davon seien auf der Liste der 36 mutmaßlichen Drahtzieher von Bombenanschlägen, die Israel Arafat vorgelegt hatte. Die Aussetzung der Luftangriffe auf die Autonomiegebiete sollte nach dem Willen Israels Arafat Gelegenheit geben, gegen diese Extremisten vorzugehen.

Arafat erklärte unterdessen, "extremistische Elemente" in Israel wollten den Friedensprozess zerstören. In einem Interview mit dem ägyptischen Staatsfernsehen rief er zugleich alle arabischen und moslemischen Staaten sowie die internationale Gemeinschaft auf, zur Rettung des Friedens beizutragen.

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