Arafat: Rückzug aus besetzten Gebieten
Scharon für internationale Nahost-Konferenz

Palästinenserpräsident Jassir Arafat signalisierte seine Unterstützung, sofern die USA den Vorstoß mittrügen. Die Delegation von US-Außenminister Powell, der sich seit Tagen in der Region um eine Waffenruhe bemüht, äußerte sich zurückhaltend zu dem Vorschlag.

vwd JERUSALEM. Eine europäische Beteiligung an einer Nahost-Konferenz nannte Scharon nach einem Treffen mit Powell in Tel Aviv ebenso wenig wie eine Teilnahme Arafats, der seit Ende März in seinem Amtssitz in Ramallah von der Armee belagert wird. Scharons Sprecher Raanan Gissin sagte, die Konferenz unter Vorsitz der USA solle mit Beteiligung der Palästinenser und der arabischen Staaten an einem neutralen Ort stattfinden. Bei der Konferenz solle nach einer Friedensregelung für den Nahen Osten gesucht werden. Als Grundlage könne die saudiarabische Friedensinitiative dienen.

Arafat sagte dem US-Sender Fox News, er sei zu einer sofortigen Konferenz bereit, wenn die USA diese ebenfalls unterstützten. Zugleich machte er erneut den Rückzug der Armee aus den besetzten Gebieten zur Bedingung. Der palästinensische Chefunterhändler Sajeb Erakat wies den Vorschlag Scharons zurück. Der israelische Regierungschef suche lediglich nach "neuen Grundlagen" für die weitere Besetzung der Autonomiegebiete. Ein ranghoher Vertreter der US-Delegation sagte in Jerusalem, Washington sei offen für den Vorschlag. US-Sicherheitsberaterin Condoleezza Rice wies den Vorschlag einer internationalen Nahost-Konferenz als verfrüht zurück.

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