Arafat und Peres zu Gesprächen bereit
Israelische Armee tötet vier Palästinenser

Ungeachtet der Vermittlungserfolge von Bundesaußenminister Joschka Fischer hält die Gewalt im Nahen Osten an. Die israelische Armee tötete am frühen Mittwochmorgen nordwestlich von Nablus im Westjordanland nach Krankenhausangaben mindestens vier Palästinenser.

afp RAMALLAH. Von Seiten des israelischen Militärs hieß es, eine Eliteeinheit habe die Palästinenser bei den Vorbereitungen für einen Bombenanschlag auf die jüdische Siedlung Schavei Schomron nordwestlich von Nablus überrascht. Der Gouverneur von Nablus, Mahmud el Alul, dagegen sagte im palästinensischen Rundfunk, israelische Soldaten hätten in der Nacht einen Palästinenser mit Schüssen verletzt. Beim Versuch, ihm zu Hilfe zu kommen, seien dann weitere Männer getötet worden. Insgesamt habe es vier Tote gegeben.

Nach Krankenhausangaben erlitten drei Palästinenser im Alter von 22 bis 30 Jahren tödliche Schussverletzungen. Die Leiche eines vierten Opfers befand sich nach Angaben der Palästinenserbewegung Fatah noch in den Händen der Armee.

Bundesaußenminister Joschka Fischer (Grüne) bemüht sich derzeit vor Ort um ein Ende der Gewalt zwischen Israelis und Palästinensern. Am Dienstag hatten sich Palästinenserpräsident Jassir Arafat und der israelische Außenminister Schimon Peres zu einem Gespräch bereit erklärt. Darin soll es unter anderem um die Einhaltung eines Waffenstillstands gehen.

Die Zeitung "Jediot Achronot" berichtete am Mittwoch, der israelische Ministerpräsident Ariel Scharon habe Arafat von Fischer ausrichten lassen, er dulde keinen weiteren Schuss gegen Jerusalem. "Als ich sagte, Israel dulde keinen weiteren Schuss gegen Gilo (eine jüdische Siedlung am Rande Ostjerusalems), habe ich mich geirrt. Tatsächlich wird Israel beim ersten Schuss gegen Jerusalem mit einer Härte antworten, die Arafat sich noch nicht einmal vorstellen kann", zitierte die Zeitung Scharon.

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