Arafat verurteilt "Hinrichtung"
PFLP-Führer bei israelischem Raketenangriff getötet

Die israelische Armee hat am Montag mit einem gezielten Raketenangriff in Ramallah (Westjordanland) den Führer der Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP), Abu Ali Mustafa, getötet.

dpa RAMALLAH/GAZA. Mustafa wurde tödlich verletzt, als Soldaten aus Hubschraubern drei Raketen in sein Büro im obersten Stock eines vierstöckigen Hauses abgefeuerten. Vier weitere Palästinenser wurden verletzt.

Palästinenserpräsident Jassir Arafat verurteilte den Angriff in Gaza. Sein Berater Nabil Abu Rudeineh sprach von einer "sehr gefährlichen neuen Entwicklung". Israel habe "alle roten Linien überschritten". Auch der palästinensische Informationsminister Jassir Abed Rabbo sprach von einem "nie da gewesenen israelischen Verbrechen". Für den Mord an einem so wichtigen politischen Führer werde Israel "einen hohen Preis bezahlen".

Die "Hinrichtung" des bislang ranghöchsten palästinensischen Führers seit Beginn der Intifada vor elf Monaten ereignete sich kurz vor einem geplanten Besuch Arafats in Damaskus, wo die PFLP ihr Hauptquartier hat. Der 63 Jahre alte Mustafa, Nachfolger des langjährigen PFLP-Chefs George Habasch, war 1999 aus dem Exil in die Palästinensergebiete zurückgekehrt.

Israel wirft der PFLP vor, in den vergangenen Wochen zwei Autobomben in Jerusalem abgestellt zu haben, die jedoch nicht explodierten. Zudem sollen Aktivisten der Gruppe an bewaffneten Überfällen auf Israelis beteiligt gewesen sein.

Habasch hatte die radikale Gruppierung 1967 nach dem Sechstagekrieg Israels gegen seine arabische Nachbarn gegründet. In den 70er Jahren war die PFLP für eine Serie von Flugzeugentführungen verantwortlich.

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