Arbeitgeber in Sachsen legten Mandat nieder
Metall-Tarif für NRW und Küste übernommen

In der nordrhein-westfälischen Metall- und Elektroindustrie und im Bereich Küste werden die in Baden-Württemberg ausgehandelten Metall-Tariferhöhungen übernommen.

dpa HAMBURG. Darauf einigten sich in Neuss am Donnerstag und in Hamburg in der Nacht zum Freitag Arbeitgeber und IG Metall. Die Löhne und Gehälter der 750 000 Beschäftigten in Nordrhein-Westfalen und der rund 180 000 Metaller in Norddeutschland steigen von Juni dieses Jahres an um 4,0 Prozent, von Juni 2003 an um weitere 3,1 Prozent. Zusätzlich erhalten die Arbeitnehmer einmalig 120 Euro.

In Sachsen legte dagegen kurz vor Beginn der Übernahmegespräche für einen Metall-Tarif an diesem Freitag die Verhandlungskommission der Arbeitgeber geschlossen ihr Mandat nieder. Da die IG Metall ultimativ die Übernahme des in Berlin erzielten Abschlusses verlange und eine Verhandlung darüber verweigere, sehe das vierköpfige Gremium in dieser Tarifauseinandersetzung keine Aufgabe mehr. Das erklärte der bisherige Verhandlungsführer des Verbandes der Sächsischen Metall- und Elektroindustrie (VSME), Bodo Finger, nach einer dreistündigen Sitzung des VSME-Vorstandes. Die Entscheidung sei nur mit knapper Mehrheit getroffen worden.

Die Arbeitgeber wollen an diesem Freitag nach eigenen Angaben allerdings der Übernahme des Abschlusses von Berlin-Brandenburg zustimmen, um so drohende Streiks abzuwenden. In Berlin hatten sich die regionalen Tarifparteien in der vergangenen Woche auf die volle Übernahme des Abschlusses von Baden-Württemberg verständigt. Die sächsischen Arbeitgeber hatten sich bislang als einzige gegen eine volle Übernahme des Südwest-Abschlusses gesperrt.

Die IG Metall hatte nach Sondierungsgesprächen mit den Arbeitgebern am Donnerstag erklärt, dass sie einzig und allein die vollständige Übernahme des in Berlin erzielten Kompromisses anstrebe und darüber hinaus nicht weiter verhandeln werde.

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