Arbeitgeber lehnen Vorschlag zum Entgeltrahmen ab
Niedersächsische Metall-Tarifverhandlungen vertagt

Die Tarifverhandlungen für die 80 000 Beschäftigten der niedersächsichen Metallindustrie sind erneut ohne Ergebnis vertagt worden. Beim Entgelt-Rahmenabkommen habe es "kleine Fortschritte, aber keinen Durchbruch" gegeben, sagte der Sprecher von NiedersachsenMetall, Werner Fricke, am Freitag in Hannover nach der sechsten Verhandlungsrunde.

wiwo/ap HANNOVER. Bei einem von der IG Metall präsentierten Vorschlag für ein Entgelt-Rahmenabkommen sei die Kostenneutralität nicht gesichert gewesen, kritisierte Fricke.

Der Sprecher der IG Metall Bezirksleitung in Hannover, Jörg Köther, warf der Arbeitgeberseite "Verzögerungstaktik" und ein "fahrlässiges auf Zeit Spielen" vor. Man habe in der sechsten Runde einen kompromissfähigen Vorschlag für einen gemeinsamen Entgelt-Rahmentarifvertrag für Arbeiter und Angestellte vorgelegt. Die Kritik der Arbeitgeber an diesem Vorschlag sei nicht nachvollziehbar. Auch in der kommenden Woche, in der am Mittwoch die siebte Verhandlungsrunde stattfinden solle, werde man weiter mit Warnstreiks Druck machen.

Fricke betonte nach der insgesamt vierstündigen Verhandlungsrunde, auch beim Entgeltabkommen sei man "von einem Ergebnis noch weit entfernt". Die IG Metall wolle bereits zum 1. Januar 2003 den Einstieg in gemeinsame Entgeltstufen für Arbeiter und Angestellte. Das sei für die Betriebe viel zu früh. Fortschritte habe man in der sechsten Runde nur bei technischen Details von Leistungs- und Zeitlohn erzielt.

Nach Angaben von Gewerkschaftssprecher Köther legten zu der Verhandlungsrunde im Tarifgebiet niedersächsische Metallindustrie, das die Mitte und den Süden des Bundeslandes umfasst, rund 5 000 Metaller in Warnstreiks die Arbeit nieder.

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