Arbeitgeber muss sich vorher überlegen, ob er Urlaubsantrag genehmigt
Chef darf nicht in Urlaub hineinpfuschen

Einem Arbeitnehmer steht laut Bundesurlaubsgesetz nicht nur das Recht auf Wochen der Erholung zu. Er hat auch Anspruch darauf, diese freie Zeit von Anfang bis Ende ungestört und selbstbestimmt zu nutzen.

ap FRANKFURT/MAIN. Deshalb darf ein Chef seine Mitarbeiter niemals zum Abbruch eines genehmigten Urlaubs zwingen - auch dann nicht, wenn in der Firma überraschend die Arbeitskraft des "Urlaubers" gebraucht würde. Auf dieses Urteil des Bundesarbeitsgerichts macht der Bund-Verlag in Frankfurt am Main aufmerksam.

Selbst wenn der Mitarbeiter zuvor eine freiwillige Vereinbarung unterschrieben hat, in der er einem solchen "Notfall" zustimmte, muss er noch lange nicht seinen Urlaub abbrechen. Denn eine entsprechende Klausel ist rechtlich unwirksam.

Laut Urlaubsgesetz darf ein Arbeitnehmer nicht zu seinen Ungunsten vom Recht auf Erholung zurücktreten. Ein Arbeitgeber muss sich immer vorher überlegen, ob er die Auszeit eines Mitarbeiters gewährt oder nicht. Denn es ist durchaus möglich, einen Urlaubswunsch wegen dringender betrieblicher Belange abzulehnen. Dazu gehört zum Beispiel ein Auftragsüberhang oder der Schlussverkauf im Einzelhandel. (Aktenzeichen: Bundesarbeitsgericht, 9 AZR 404/99).

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