Archiv
Arbeitgeberpräsident kritisiert "Job-Aqtiv-Gesetz"

Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt hat das von der Regierungskoalition beschlossene "Job-Aqtiv-Gesetz" als verfehlt kritisiert. "Statt neue Anreize zur Beschäftigung zu schaffen, setzt die Regierung auf neue teure Leistungsansprüche", sagte Hundt am Montag bei einem Empfang zum 60. Geburtstag des Präsidenten des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, Martin Kannegiesser, in Köln.

dpa KÖLN. Ziel des "Job-Aqtiv-Gesetzes" ist, Arbeitslose schneller und gezielter wieder in Arbeit zu bringen. Es wurde von SPD und Grünen am vergangenen Freitag gegen die Stimmen der Opposition im Bundestag beschlossen.

"Arbeitslosigkeit soll auch weiterhin durch staatlich finanzierte, künstliche Beschäftigung bekämpft werden", kritisierte Hundt. Gleichzeitig erneuerte er die Arbeitgeberforderung nach Flexibilisierung des Arbeitsmarktes. Ein Großteil der gegenwärtigen Probleme sei hausgemacht, sagte Hundt. "Deutschland leidet an einem überregulierten und unflexiblen Arbeitsmarkt, dem vor allem diese Bundesregierung immer neue arbeitsrechtliche Hindernisse aufgehalst hat", sagte Hundt.

Die Tarifpolitik sei nicht in der Lage, die genannten gravierenden Fehlentwicklungen auf dem Arbeitsmarkt zu korregieren, meinte Hundt. "Sie kann aber mit längerfristigen, beschäftigungsorientierten Abschlüssen einen Beitrag leisten, um den Negativtrend zu stoppen", sagte Hundt.

Kannegiesser wurde von Hundt als beispielhafter Tarifpolitiker gewürdigt, der "Kooperation statt Konfrontation" suche. Bundesarbeitsminister Walter Riester (SPD), der auf die Ausführungen Hundts nicht einging, würdigte Kannegiesser als einen "beharrlichen" Verhandlungspartner, der verantwortungsvoll für "das Praktische und Mögliche" eintrete.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%