Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigung soll Fachkräftemangel entgegenwirken
Auch Niedersachsen will eine "Blue Card" einführen

Niedersachsen geht die Green Card der Bundesregierung nicht weit genug. Neben IT-Spezialisten sollen auch Ingenieurswissenschaftsstudenten aus Nicht-EU-Staaten im Bundesland leben und arbeiten können.

dpa HANNOVER. Nach den unionsgeführten Ländern Bayern und Hessen plant auch die niedersächsische SPD-Landesregierung die Einführung einer "Blue Card". Diese Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigung sollen nicht nur ausländische Computerexperten erhalten. Vielmehr sollen auch andere Hochtechnologiebereiche einbezogen werden, in denen Unternehmen derzeit händeringend nach gut ausgebildeten Mitarbeitern suchen, kündigte am Donnerstag Ministerpräsident Sigmar Gabriel (SPD) in Hannover an.

Die Green-Card-Verordnung der Bundesregierung reiche hier nicht aus. Sie gilt nur für Fachkräfte aus dem Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie, die entweder ein abgeschlossene Studium oder ein Jahresgehalt von mindestens 100 000 DM nachweisen können. In Niedersachsen soll auch den besten Ingenieurwissenschaftstudenten aus Nicht-EU-Staaten nach ihrem Abschluss die Möglichkeiten eröffnet werden, hier eine Arbeit aufzunehmen.

Nach dem Vorbild der bayerischen Blue Card hatte in dieser Woche auch Hessen angekündigt, Computer-Experten aus dem Ausland mit einem Arbeitsvertrag künftig eine unbefristet Aufenthaltsgenehmigung zu erteilen.

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