Arbeitsgemeinschaft Onlineforschung stellt neue Reichweitenstudie vor
Onlinewerbung soll planbarer werden

Zehn Jahre nach Einführung des ersten Werbebanners soll Onlinewerbung für die Werbewirtschaft nun planbarer werden. Die Arbeitsgemeinschaft Online-Forschung (AGOF) stellte jetzt im Rahmen der Fachmesse Online-Marketing-Düsseldorf (OMD)die Ergebnisse ihrer Pilotstudie zur Ermittlung der Reichweite und Nutzerstrukturen von Internetangeboten vor. Untersucht wurden nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft die Websites der wichtigsten Online-Werbeträger - und-Vermarkter in Deutschland.

DÜSSELDORF. Danach liegt T-online mit einer Reichweite von 13,15 Millionen einzelnen Nutzern (Unique Users) pro Monat an erster Stelle, gefolgt von Web.de mit 10,47 Millionen und MSN 8,96 Millionen. Bei den Vermarktern führt Interactive Media mit 13,97 Millionen die Rangliste an. Die Untersuchung basiert auf einer neuen Methode, in der drei unterschiedliche Verfahren kombiniert werden.

Die Idee, alle Besucher eines Internetangebotes eindeutig identifizieren zu können, ist aus der Sicht von Website-Betreibern sehr attraktiv. Denn damit könnten die Werbebotschaften an die individuellen Nutzungsgewohnheiten und Kaufinteressen angepasst werden. Bislang scheiterte dieser Versuch aber immer an der fehlenden Zuordnungsmöglichkeit eines Internetnutzers zu einem Computer.

Bisher wird daher die Reichweite auf vermarkteten Internetangeboten rein technisch über die sogenannte Logfile-Analyse gemessen oder mittels spezieller Umfragen zur Internetnutzung erhoben. In den konventionellen Markt-Media-Studien wie der AWA (Allensbacher Markt- und Werbeträger-Analyse) ist die Online-Nutzung nur ein kleiner Teil des Fragenspektrums und umfasst nur allgemeine Daten zur Onlinenutzung. Zuverlässige und einheitliche Angaben über die genaue Anzahl der einzelnen Nutzer, deren soziodemographische Struktur und Interessen stehen den Mediaplanern bisher nur eingeschränkt zur Verfügung, sie sind hauptsächlich auf die Angaben der Websitebetreiber angewiesen.

Die AGOF hat sich zum Ziel gesetzt, eine verlässliche Datenbasis zu erheben und ihre Studie mit dem Namen die "internet facts" zu einer neuen Onlinewährung für Mediaplaner auszubauen. Ziel ist es, verschiedene Werbeträger untereinander vergleichbar zu machen und das Internet als einen festen Bestandteil in der Planung von Werbekampagnen zu etablieren.

Dazu hat die AGOF ein dreistufiges Verfahren entwickelt, mit dem auf den einzelnen Nutzer geschlossen werden soll. Neben einer rein technischen Messung finden eine Onlinebefragung und Telefoninterviews statt.

"Die "internet facts" schließen die bislang vorhandene Standardisierungslücke und tragen zur Produktivität der Mediaplanung bei", sagte Harald Kratel, Vorstandsvorsitzender der AGOF bei der Präsentation der Ergebnisse. Auch Arndt Groth, Geschäftsführer des Onlinevermarkters Interactive-Media äußert sich positiv. "Die Studie löst eine wesentliche Forderung der Werbetreibenden ein. Die Leistungsfähigkeit der Internetmedien wird transparent und bietet Werbetreibenden einheitliche und vergleichbare Planungsdaten."

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