Arbeitskampf soll Überraschungen beinhalten
Verdi sieht letzte Chance für Druckindustrie

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Verdi sieht in dem für diesen Mittwoch in Frankfurt angesetzten Verhandlungstermin die letzte Möglichkeit, noch auf friedlichem Weg zu einem Tarifergebnis für die rund 220 000 Beschäftigten der Druckindustrie zu kommen.

vwd FRANKFURT. Sollte ein tragfähiger Kompromiss im Zuge der Verhandlungsrunde ausgehandelt werden, würde darüber in der Urabstimmung entschieden, die am Donnerstag bis zum 5. Juni anlaufen soll. Sollten sich die Tarifvertragsparteien jedoch auf kein Ergebnis einigen, werde über einen unbefristeten Streik abgestimmt, hieß es von Verdi.

"Jetzt sind die Arbeitgeber am Zug, sie müssen ordentlich etwas drauflegen", sagte der Verhandlungsführer der Gewerkschaft, Frank Werneke. In der vergangenen Woche war zwischen den Verhandlungsführern nach mehrstündigen Gesprächen ein Kompromiss gefunden worden, den die Arbeitgeberverbände jedoch danach ablehnten. Der Kompromiss sah eine Entgelterhöhung von 3,4 Prozent plus einer Einmalzahlung von 43 ? bei einer Laufzeit von 13 Monaten vor.

"Wir verhandeln aus einer guten Position heraus, schließlich wissen wir genau, wie es weiter gehen wird, wenn die Arbeitgeber sich erneut vom Verhandlungstisch verabschieden wollen", sagte Werneke. Sollte es zu einem Arbeitskampf kommen, sei es Ziel der Gewerkschaft, die Unternehmen ökonomisch stärker zu treffen, als es bei den Warnstreiks der Fall gewesen sei. Der Arbeitskampf werde mit zahlreichen Überraschungseffekten kombiniert, die auch die Berichterstattung der Fußballweltmeisterschaft betreffe. Ferner sollen Zeitungen und Druckereien mehrere Tage bestreikt werden.

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