Arbeitskreis Aktienindizes setzt auf Kontinuität: MLP bekommt im Dax noch eine Gnadenfrist

Arbeitskreis Aktienindizes setzt auf Kontinuität
MLP bekommt im Dax noch eine Gnadenfrist

Die Deutsche Börse hat ihre Index-Welt neu geordnet. Dabei hat sie auch über die Zusammensetzung des wichtigsten Index, dem Dax, entschieden: MLP wurde dabei geschont, der Heidelberger Finanzdienstleister darf im Top-Index bleiben. Unterhalb des wichtigsten deutschen Börsenbarometers wird die Index-Welt gestrafft, für ausländische Firmen geöffnet und stärker nach Branchen sortiert.

scc FRANKFURT. Seit gestern Abend steht fest, welche Unternehman ab dem 24. März in den neuen Auswahlindizes MDax, TecDax, SDax und Nemax 50 gelistet sein werden. Die wichtigste Frage betraf allerdings den Deutschen Aktienindex (Dax). Dort wird auch künftig der Heidelberger Finanzdienstleister MLP vertreten sein. Damit kam die so genannte Fast-Exit-Regel nicht zur Anwendung. Diese besagt, dass ein Unternehmen auch außerhalb der regulären Überprüfung im August aus dem Dax genommen werden kann, wenn es in den Bereichen Marktkapitalisierung oder Börsenumsatz nicht mehr zu den 45 größten deutschen Unternehmen gehört. MLP sackte im Januar in puncto Marktkapitalisierung auf Platz 50.

Zugute kam MLP vermutlich, dass der Arbeitskreis Aktienindizes der Indexkontinuität den Vorrang gab. Zuletzt mussten Epcos und Degussa den Dax verlassen. Zudem drängte sich kein geeigneter Kandidat auf. Beiersdorf gilt als Übernahmekandidat, und Continental und T-Online hatten von vornherein nur Außenseiterchancen.

Wenige Überraschungen gab es erwartungsgemäß bei der Zusammensetzung der neuen Auswahlindizes unterhalb des Dax, in die künftig auch ausländische Werte aufgenommen werden können. Im MDax rückt der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern EADS auf und ist dort stärkster Wert, gefolgt vom Reifenhersteller Continental und dem Pharma-Produzenten Merck. Im TecDax zählen T-Online, die schweizerische BB Biotech und die niederländische Qiagen künftig zu den Schwergewichten. Insgesamt 25 der 30 TecDax-Unternehmen waren bisher am Neuen Markt gelistet. Dazu kommen Epcos, Jenoptik, Software AG, Drägerwerk und Wedeco, die bisher dem MDax angehörten. Geringeres Interesse werden nach Experten-Ansicht die unterhalb von MDax und TecDax angesiedelten SDax und Nemax 50 finden. Der Nemax 50 wird wegen laufender Derivate voraussichtlich noch bis Ende 2004 berechnet.

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