Arbeitslosenquote auf niedrigstem Wert seit 9 Jahren
Weniger Arbeitslose in Frankreich

Reuters PARIS. Die französische Arbeitslosenquote ist im Oktober mit 9,4 % auf den niedrigsten Wert seit Juni 1991 gesunken. Die Zahl der Erwerbslosen sei gegenüber dem Vormonat um 54 700 auf 2 215 Mill. gefallen, teilte das französische Arbeitsministerium am Donnerstag in Paris weiter mit. Analysten werteten die Zahlen als weiteres Anzeichen für die Widerstandsfähigkeit der französischen Wirtschaft gegenüber den Auswirkungen des anhaltend hohen Ölpreises. Auch habe der Arbeitsmarkt von dem Jugendarbeitsprogramm der Regierung und der in diesem Jahr eingeführten 35-Stunden-Woche positive Impulse erhalten. Die Finanzmärkte zeigten sich von den Zahlen jedoch unbeeindruckt.

Bereits im September war die Erwerbslosenzahl in Frankreich überraschend deutlich um 2,27 Mill. auf eine Quote von 9,5 % gesunken. Für Oktober hatten Experten nur mit einem geringeren Rückgang um 22 400 Arbeitslose gerechnet. Seit Juni 1997 ist die französische Arbeitslosenquote kontinuierlich von 12,6 auf nunmehr 9,4 % gesunken.

Wirtschaftswachstum und Jugendarbeitsprogramm wirken positiv

"Der neuerliche Rückgang der Arbeitslosigkeit zeigt, dass der Arbeitsmarkt in Frankreich vom nationalen Wirtschaftswachstum, der 35-Stunden-Woche und dem Jugendarbeitsprogramm der Regierung positive Impulse bekommen hat", sagte Olivia de Kersauson, Volkswirtin bei Credit Commercial de France. Die Entspannung des Arbeitsmarktes wird sich Volkswirten zufolge trotz der leichten Konjunkturabkühlung im dritten Quartal in den kommenden Monaten fortsetzen. "Wenn die nächsten Lohnverhandlungen ohne größere Schwierigkeiten über die Bühne gehen, dann könnte die französische Arbeitslosenquote Ende 2001 problemlos bis auf acht oder 8,5 % sinken", sagte Philippe Waechter, Volkswirt von Banques Populaire Asset Management.

Ebenfalls am Donnerstag hat das nationale Statistikamt die den französischen Produzentenpreisindex veröffentlicht. Den Angaben zufolge stiegen die Preise im Oktober im Vergleich zum Vormonat um 0,4 % (September 1,1 %). Händler hatten einen Anstieg von 0,3 % erwartet. Die Preise ohne Berücksichtigung schwankungsanfälliger Energieprodukte und Nahrungsmittel stiegen im Oktober wie im Vormonat um 0,2 %.

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